Ungeziefer bei Hunden und Katzen

Sie stechen, sie beißen, sie verursachen gemeinen Juckreiz und Hautirritationen: Zecken, Milben und Flöhe sind eine wahre Last und können unseren Haustieren das Leben nicht nur schwer machen, sondern auch Auslöser für ernsthafte Krankheiten sein. Wie Sie Ihre Lieblinge vor den manchmal kaum sichtbaren Plagegeistern schützen können, erfahren Sie hier.

Bei Unsicherheiten oder weiteren Fragen, zum Beispiel zum richtigen Zubehör zur Entfernung der Ungeziefer, steht Ihnen unser Fachpersonal in einem DAS FUTTERHAUS-Markt gern zur Verfügung.


Zecken - gefährliche Zeitgenossen

Zecken sind Überträger von über 50 verschiedenen, teils lebensgefährlichen Krankheiten. Darunter die weit verbreitete Hundemalaria (Babesiose), die Borreliose, die Anaplasmose und in sehr seltenen Fällen auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen Borrelliose wird für Hunde ein Impfstoff angeboten. Dieser schützt allerdings nur vor einer Borrelienart. Gegen die Babesiose gibt es lediglich einen in Deutschland nicht zugelassenen Impfstoff, der den Krankheitsverlauf mildern kann. Gegen die anderen Krankheiten gibt es keine Impfung. Die Übertragung der Krankheiten erfolgt durch den Zeckenspeichel, der beim Biss des Blutsaugers in die Wunde von Hund oder Katze gelangt.

Professionelle Entfernung

Sollte sich auf Hunde- oder Katzenkörper eine Zecke finden, muss diese sofort vollständig entfernt werden. Dazu sollte eine spezielle Zeckenzange, -karte oder -schlinge benutzt werden, mit der sich der Parasit am Kopf gut greifen und mit sanftem Druck aus der Haut ziehen lässt.
Die Wunde anschließend mit einer Wundsalbe desinfizieren. Die Bissstelle sollte noch ein paar Tage nach dem Entfernen der Zecke beobachtet werden. Kommt es an der Bissstelle zu Rötungen oder Entzündungen, muss ein Tierarzt aufgesucht werden.

Kostenlose Vor-Ort-Beratung

Das Fachpersonal in einem DAS FUTTERHAUS-Markt berät Sie gerne zu sämtliche Fragen im Alltag mit Ihrem tierischen Liebling.

Umfassender Schutz

Besonders effektiv sind Spot-on-Präparate. Sie werden direkt auf die Haut im Nacken des Tieres geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich innerhalb eines Tages über den ganzen Körper und lagert sich in der obersten Hautschicht ein. So wirkt er durch seine abschreckende Wirkung (Repellenteffekt) sowie auch durch seine abtötende Wirkung wie ein unsichtbarer Schutzschild.
Alternativ kann ein Zeckenhalsband zum Einsatz kommen. Hier wird der Zecken abtötende Wirkstoff kontinuierlich abgegeben. Er verteilt sich ebenfalls auf dem ganzen Körper und lagert sich in der obersten Hautschicht ein.

Herbstgrasmilben – juckende Plagegeister

Von April bis zum Wintereinbruch kann die Herbstgrasmilbe bei Tier und Mensch gleichermaßen für Unbehagen sorgen. Ein Befall durch Herbstgrasmilben führt beim Hund zu extremem Juckreiz und Hautrötungen. Mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, verstecken sich die rötlich gefärbten Herbstgrasmilben auf Gräsern und Sträuchern. Am Ende des Sommers und im Herbst haben sie Hochsaison.

Warmblüter bevorzugt

Ihre Eier legt die Milbe gut geschützt in Moos oder Gras ab. Sobald die sechsbeinigen Larven geschlüpft sind und ein Nymphenstadium erreicht haben, suchen die kleinen Parasiten den Kontakt zu ihren tierischen oder menschlichen Wirten. Dabei werden Hund, Katze und auch Mensch als Gastgeber bevorzugt. Geschätzt bringt übrigens jeder dritte Hund die kleinen Parasiten vom Streifzug durch Feld, Wald und Wiese mit ins Heim.

Juckreiz und Haarausfall

Ähnlich wie Zecken saugen sich die kleinen Spinnentiere an Tier und Mensch fest. Bevorzugte Saugstellen sind Hautfalten, warme Körperregionen und dünnhäutige Stellen an Kopf und Unterbauch. Spätestens 24 Stunden, nachdem die vollgesogene Larve ihren Wirt wieder verlassen hat, treten Hautrötungen, Juckreiz und juckende Quaddeln durch den injizierten Milbenspeichel auf.
Bis zu einer Woche dauern die allergischen Reaktionen an. Da die Parasiten oft in größerer Anzahl ihre tierischen Wirte heimsuchen, kann es durchaus zu Haarausfall kommen. Empfindliche Tiere können zudem unter geschwollenen Augen leiden.

Baden hilft

Hat der Hund Herbstgrasmilben mit nach Hause gebracht und muss sich ständig kratzen, hilft nur ein gründliches Bad mit einem juckreizstillenden Shampoo und das anschließende Auftragen einer kühlenden und pflegenden Lotion vom Tierarzt. Das Fell einer befallenen Samtpfote sollte gründlich ausgebürstet werden. Mit dem ersten Frost stellen Herbstgrasmilben übrigens ihre Aktivitäten ein.

Flohalarm – auch zur Winterzeit

Kalte Zeit, flohfreie Zeit? Weit gefehlt! Leider sind auch die lästigen Parasiten einem wohltemperierten Winterquartier nicht abgeneigt und können Mensch und Tier ganzjährig piesacken. Der "Ctenocephalides felis" etwa, kurz Katzenfloh, ist auch in der kalten Jahreszeit aktiv auf der Suche nach einem Wirt, den sie um ein Tröpfchen Blut erleichtern können. Einziger Trost: Ist die Umgebungstemperatur niedriger, finden Flöhe keine optimalen Bedingungen zur Vermehrung, sodass Larven und Puppen sich nur langsam und in der Anzahl eingeschränkter zum blutsaugenden Floh entwickeln.

Floh im Flokati

Unsere Wohnungen sind auch im Winter angenehm beheizt, sodass eingeschleppte Lästlinge sich von einem saisonalen zu einem ganzjährig auftretenden Problem entwickeln können. Dabei ist die unangenehme Bildung juckender Quaddeln, die mit einem Flohbiss einhergeht, nur die Spitze des Eisbergs: Neben dem Auslösen von Hautirritationen und Allergien können Flöhe auch Bandwürmer übertragen. Daher sollte im Anschluss an eine erfolgreich abgeschlossene "Entflohung" auch eine Wurmkur auf dem Gesundheitsplan des Vierbeiners stehen.
Ein Floh entwickelt sich über verschiedene Stadien. Vom Ei zur Larve, von der Larve zur Puppe, von der Puppe zum ausgewachsenen Floh. Floh-Larven ernähren sich übrigens nicht vom Wirtstier, sondern nehmen die bluthaltigen Ausscheidungen ihrer erwachsenen Kollegen sowie krümelige Essensreste auf, die sich in jeder menschlichen Behausung finden lassen. Zudem sind sie Meister im Verstecken, verbergen sich in Polster- und Fußbodenritzen, besonders gern im Tierkörbchen oder sogar hinter den Fußleisten.

Während des mehrmonatigen Larvenstadiums sind sie so gut wie immun gegen herkömmliche Insektizide. So kann es durchaus sein, dass wenige Wochen nach einem vermeintlich erfolgreich bekämpften Flohbefall das lästige Übel erneut auftritt.

„Ein Floh auf der Schlafmatte ...“

"... ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste", sagt ein mehr als zutreffendes chinesisches Sprichwort. Bei der Bekämpfung des hüpfenden Problems hilft nur eins: Hartnäckigkeit. Leider reicht es nicht aus, das Tier, welches mit einem Flohbefall zu kämpfen hat, zu behandeln.
Die gesamte Umgebung der Tiere, sprich die ganze Wohnung oder das Haus, in dem Katze oder Hund sich aufhalten, muss flohfrei sein. Da hilft nur mehrfaches Saugen, Wischen, Waschen, Putzen, bis in die letzte Ecke - und diesen Aufwand gelassen nehmen und als vorgezogenen Frühjahrsputz betrachten. Unbedingt auch an Ecken denken, die im Zweifel nicht so oft Aufmerksamkeit bekommen: Falls vorhanden, unbedingt auch den Bettkasten öffnen und das Sofa von der Wand schieben. Auch der Innenraum des Autos sollte einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Besonders in den Fußmatten können sich weitere Floh-Nachkommen verbergen, die dann beim nach Hause kommen wieder in die Wohnung eingeschleppt werden.


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