Erkältung beim Hund

Mögliche Ursachen, Symptome & Behandlung

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Infektion der oberen Atemwege. Die Symptome sind denen bei uns Menschen sehr ähnlich. Erkältete Hunde niesen oft, zeigen Nasen- und oft auch Augenausfluss, Halsschmerzen, Husten und sind sehr müde. Insbesondere die kalte Jahreszeit ist “Erkältungszeit” und durch eine erhöhte Zahl an Erkrankungsfällen gekennzeichnet. Wir verraten Ihnen, woran Sie eine Erkältung beim Hund erkennen, wie lange diese in der Regel dauert und wie Sie Ihren Hund bei einer Erkältung unterstützen können.  

Lesedauer: 7 Min.
Erstellt am: Vom 08.12.2022
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Kranker Hund liegt unter Decke
Inhalt:
Symptome: Erkältung erkennen
Erkältung beim Hund behandeln
Hundeschnupfen
Husten beim Hund
Inhalation als Hausmittel gegen Erkältung
Erkältung vorbeugen

Was bei einer Erkältung beim Hund zu beachten ist

Das Risiko für eine Erkältung ist dann besonders groß, wenn das Immunsystem des Vierbeiners  in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. So ist Kälte ein echter Wegbereiter für Erkältungskrankheiten beim Hund. Vor allem Zugluft und kaltes, nasses Wetter begünstigen Erkrankungen der Atemwege. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang in der Kälte gut abtrocknen und trocken rubbeln. Gönnen Sie ihm besonders in der kalten Jahreszeit viel Wärme, denn Wärme ist der beste Schutz gegen Erkältungskrankheiten. Auch Allergien oder Parasiten können eine Erkältung begünstigen, da in beiden Fällen das Immunsystem geschwächt ist. 

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Erkältungssymptome: Wie erkenne ich, ob mein Hund erkältet ist?

Typische Anzeichen für einer Erkältung sind: 

  • Häufiges Niesen
  • Tränende, gerötete Augen und vermehrter Tränenfluss 
  • Beidseitiger, wässriger Nasenausfluss
  • Husten
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Würgen, Erbrechen 
  • Abwehr bei Berührung der Halsregion 
  • Auswurf
  • Fieber
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Kranker Hund schläft im Körbchen
  • Wie erkenne ich, ob mein Hund Fieber hat?

    In der Regel liegt die Normaltemperatur des Hundes zwischen 38 - 39,2°C.  Hat Ihr Vierbeiner Fieber, so , fühlt er sich oftmals müde, schlapp und hat wenig Appetit. Seine Nase ist trocken und warm, er hechelt vermehrt, seine Hauttemperatur zeigt sich erhöht und er ist oft inappetent und müde. Um Fieber zu messen, verwenden Sie am besten ein digitales Fieberthermometer, fetten Sie die Spitze mit Vaseline ein, um Verletzungen zu vermeiden.. Fieber ist immer ein Grund, um schnellstmöglich den Tierarzt aufzusuchen.

     

  • Wann zum Tierarzt?

    Leidet Ihr Hund an den oben genannten Symptomen, sollten Sie zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Auch wenn sein Allgemeinbefinden noch nicht gravierend beinträchtigt zu sein scheint - es besteht immer die Gefahr, dass sich Viren und Bakterien auf die zunächst “harmlose Erkältung" setzen und es zu einer Verschlimmerung bis hin zu einer Lungenentzündung kommt. Grundsätzlich gilt - im Zweifel untersuchen lassen -  insbesondere bei immunschwachen Tieren, wie Welpen oder Senioren. Ihr  Tierarzt kann genau feststellen, ob es sich um eine einfache Erkältung oder um eine schwerwiegende Atemwegserkrankung handelt. Eventuell wird er weiterführende Untersuchungen, wie eine Röntgen- oder Blutuntersuchungen veranlassen.

     

Erkältung beim Hund behandeln: Wie kann ich meinem Hund bei einer Erkältung helfen?

  • Oberstes Gebot ist viel Wärme! Halten Sie Ihren Hund immer trocken und warm. Eine Wärmeflasche, eine Decke über dem Körper oder ein Platz vor der Heizung - alles ist erlaubt. Denken Sie auch an das sorgfältige Abtrocknen nach jedem Spaziergang. 
  • Gönnen Sie Ihrem Hund viel Ruhe und Schlaf. Anstrengende Spaziergänge sind jetzt nicht angezeigt, insbesondere nicht, wenn Ihr Tier Fieber hat. 
  • Bieten Sie ihm ausreichend Flüssigkeit zum Trinken an.
  • Frische Luft ist eine Wohltat für die Atemwege, doch beachten Sie: Ihr Hund sollte weder frieren, noch Zugluft ausgesetzt sein. Halten Sie die Wohnungsluft feucht, denn trockene Heizungsluft und zu hohe Temperaturen sind besonders bei Schnupfen sehr unangenehm.
  • Vermeiden Sie Stresssituationen!
  • Inhalieren: Lassen Sie Ihren Hund selbst gebrühten Thymian-, Salbei- oder Pfefferminztee inhalieren. Hilfreich kann es auch sein, wenn Sie Ihren Hund mit ins Badezimmer nehmen, wenn Sie sich selber duschen oder baden, denn der Wasserdampf hilft, die gereizten Atemwege zu befeuchten und zu beruhigen.
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Wie lange dauert eine Erkältung beim Hund? 

Bei den meisten Hunden verschwindet die Erkältung nach wenigen Tagen wieder. Jedoch kann sich eine Erkältung auch über mehrere Wochen hinziehen. Wenn Sie feststellen, dass die Symptome über mehrere Tage anhalten oder sich sogar verschlechtern, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen. Denn aus einer harmlosen Erkältung kann sich sehr schnell eine gefährliche Lungenentzündung entwickeln.

 

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Hundeschnupfen

Auslöser für Hundeschnupfen sind in der Regel Bakterien, Viren und Pilze. Hundeschnupfen kann von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen dauern. Insbesondere ältere Hunde sowie Hunde mit einer chronischen Krankheit haben häufig länger mit Hundeschnupfen zu kämpfen. 

Bei Hundeschnupfen ist Wärme sehr wichtig. Zudem sollte Ihr Hund viel trinken, sich ausruhen und schlafen. Leidet Ihr Hund neben Schnupfen auch an Husten, Atembeschwerden, Würgen oder eitrigem Nasenausfluss sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

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  • Hund niest

    Wenn Ihr Hund einmalig niest, hat dies zumeist harmlose Ursachen. Dazu zählt zum Beispiel das Wohlfühl-Niesen: Ihr Hund niest nach dem Wälzen oder nach der Körperhygiene. Zudem kann Niesen auch aus einer Übersprungshandlung entstehen. Zum Beispiel, wenn Ihr Hund gestresst ist, weil etwas von ihm verlangt wird, was er nicht direkt erfüllen kann. 
    Tritt das Niesen jedoch vermehrt auf und läuft die Nase durchgehend, kann von Hundeschnupfen ausgegangen werden. Hier hilft z.B. Inhalieren (siehe auch Punkt Inhalation beim Hund).Natürlich kann auch immer eine Allergie die Ursache sein. Diese bedarf einer exakten Diagnosestellung durch den Tierarzt.

     

  • Wie gefährlich ist Hundeschnupfen?

    Hundeschnupfen kann gefährlich sein und zu ernsthaften Erkrankungen führen und sollte daher rechtzeitig behandelt werden. Vor allem, wenn sich der Nasenausfluß von wässrig zu eitrig verändert, kann dies ein Anzeichen für eine  schwerwiegende Krankheit sein. Um die richtige Diagnose und eine eventuelle medikamentöse Behandlung festzulegen, ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig.

     

Husten beim Hund

Hundehusten kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben und beispielsweise durch einen Infekt mit Viren oder Bakterien, aber auch durch einen Lungenwurmbefall, Allergien, Herzerkrankungen sowie Fremdkörper bedingt sein. Hustet ein Hund, so hört sich das meistens sehr dramatisch an, mit lang gestrecktem Hals steht er da, wobei der Husten in der Regel trocken und quälend ist. Zumeist hört der Husten sich so an, als befände sich ein Fremdkörper im Hals, den der Hund versucht herauszubekommen. 
Beim Hundehusten wird übrigens zwischen trockenem und feuchtem Husten unterschieden. Ein trockener Reizhusten ist eher rau und kann durch kalte, trockene Luft verstärkt werden. Feuchter Husten klingt hingegen eher rasselnd und gedämpfter als Reizhusten. Auch beim Hundehusten hilft Inhalation. 
 

  • Herzhusten beim Hund

    Hustet Ihr Hund häufiger und zeigt sich außerdem weniger belastbar und ist er insbesondere in der Nacht sehr unruhig, so kann auch ein Herzproblem dahinter stecken. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung des Herzens als Hustenursache, so wird Ihr Tierarzt  zunächst das Herz Ihres Hundes abhören und ggf. ein EKG und einen Herzultraschall durchführen.

     

  • Was ist Zwingerhusten?

    Beim  Zwingerhusten handelt es sich um eine weit verbreitete Infektion der oberen Atemwege. Man spricht auch von dem Zwingerhustenkomplex, da hier viele verschiedene Bakterien und Viren in ihrer Gesamtheit verantwortlich sind. Eine Impfung gegen einzelne Erreger ist möglich, aber nicht gegen alle beteiligten Erreger. Zwingerhusten ist hoch ansteckend und geht in erster Linie mit starkem, trockenem Husten einher.

     

Kranker Hund wird umsorgt

Hausmittel gegen Erkältung beim Hund

Inhalation beim Hund als hilfreiches Hausmittel

Inhalieren kann helfen, den Schnupfen oder Husten zu lindern. Hausmittel, wie Salbei-, Thymian-, Kamillentee oder Kochsalz können dabei zur Inhalation verwendet werden. Sie helfen dabei, die Atemwege wieder frei zu bekommen und freizuhalten sowie den Schleim zu lösen. Zusätzlich wirken die Hausmittel antibakteriell und entzündungshemmend.

  • Thymian hat eine antibiotische, antivirale und schleimlösende Wirkung.
  • Kamille wirkt entspannend und beruhigend auf das Verdauungssystem und hilft dabei Entzündungen und Schmerzen zu lindern.
  • Salbei wirkt antibakteriell und hilft gegen Husten und Halsschmerzen. Gleichzeitig mildert Salbei das Kratzen im Hals. Beachten Sie: Geben Sie Ihrem Hund nur Salbeitee, der bereits abgekühlt ist. 
  • Minze hilft bei Magenverstimmungen und Durchfall. 
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Erkältung beim Hund vorbeugen

Um einer Erkältung bei Hunden vorzubeugen, ist es ratsam, das Immunsystem Ihres Hundes fit und stark zu halten. Insbesondere in der kalten Jahreszeit braucht es Unterstützung. . Dazu zählen eine ausgewogene, hochwertige und bedarfsgerechte  Ernährung , ausreichend Bewegung, gute Pflege und reichlich frische Luft.

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