Fellpflege beim Hund

Tipps für ein gesundes Hundefell

Die regelmäßige Pflege des Hundefells ist wichtig, um Krankheiten vorzubeugen, Verfilzungen gar nicht erst entstehen zu lassen und die Schutzfunktion von Haut und Haaren aufrechtzuerhalten. Was Sie bei der Fellpflege beachten sollten, wie oft und mit welchen Bürsten oder Kämmen Sie das Fell Ihres Hundes pflegen sollten und welche Rolle die verschiedenen Felltypen dabei spielen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Lesedauer: 9 Min.
Erstellt am: Vom 27.12.2023
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Inhalt:
Warum ist Fellpflege wichtig?
Folgen mangelnder Fellpflege
Die verschiedenen Felltypen
Bürsten und weitere Pflegeutensilien
Tipps: So gewöhnen Sie Ihren Hund an die Fellpflege
Hund baden
Fellwechsel beim hund
Ernährung & Fell

Warum ist regelmäßige Fellpflege beim Hund wichtig und notwendig?

Jede Hunderasse hat eine unterschiedliche Haarstruktur und Haarlänge, die mehr oder weniger Pflege bedarf. Die regelmäßige Fellpflege ist aber für jeden Hund ein Muss: So steigern Sie nicht nur die Lebensqualität Ihres Hundes, sondern können gleichzeitig auffällige Hautstellen oder Parasiten ausmachen. Besonders während des Fellwechsel freut sich jeder Hund über ein wenig Unterstützung beim Loswerden abgestorbener Haare: Neues, gesundes Haar kann besser nachwachsen. Das Kämmen und Bürsten fördert außerdem die Durchblutung. Fellprobleme oder auffällige Hautbilder können auch auf Gesundheitsprobleme oder Mängel schließen lassen, die in jedem Fall während des Besuchs beim Tierarzt angesprochen werden sollten. Individuelle Beratung zur Fellpflege Ihres Hundes und des entsprechenden Zubehörs erhalten Sie in Ihrem DAS FUTTERHAUS-Markt.

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Folgen mangelnder Fellpflege beim Hund

Mangelnde Fellpflege kann zu Verfilzungen und Knoten im Fell führen, die in der Folge Hauterkrankungen auslösen, die Bewegungsfreiheit eines Hundes einschränken und sogar Schmerzen verursachen können. Auch unangenehme Gerüche können aus ungepflegtem Fell aufsteigen, zudem können sich Parasiten wie Flöhe oder Zecken unbemerkt ansiedeln, die wiederum Allergien beim Hund verursachen können.

Die verschiedenen Felltypen und ihre Fellbeschaffenheit

  • Langhaarige Hunde zeichnen sich durch ein üppiges, fließendes Fell aus, das oft anfällig für Verfilzungen und Knotenbildung ist. Ein ungebürstetes, langes Fell kann nicht nur schnell ungepflegt aussehen, sondern auch für den Hund unangenehm sein. Zu den typischen langhaarigen Rassen gehören der Border Collie, der Afghanische Windhund, der Malteser und der Golden Retriever. Alle Langhaar-Rassen profitieren vom regelmäßigem Bürsten und Kämmen. Bei einem Spaziergang in freier Natur können Pflanzenteile wie Blätter oder Äste, aber auch lästige Parasiten, etwa Haarlinge, Flöhe und Zecken, im Fell hängen bleiben. Es ist auf jeden Fall ratsam, das Hundefell nach der Tour an der frischen Luft zu kontrollieren und von eventuellen Fremdkörpern zu befreien. Auch die Pflege der Pfoten sollte nicht vernachlässigt werden.

  • Bei kurzhaarigen Hunden liegt das Fell in der Regel dicht und eng am Körper. Viele kurzhaarige Hunde besitzen eine Unterwolle, die besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst stärker ausfällt. Diese Unterwolle dient als Isolierschicht, um den Hund sowohl vor Kälte als auch vor Hitze zu schützen. Während des Haarwechsels ist es besonders wichtig, das Fell regelmäßig zu bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Belüftung der Haut zu fördern. Zu den bekanntesten kurzhaarigen Rassen gehören der Labrador Retriever, der Boxer, der Dalmatiner, der Dobermann und der Rottweiler. Die Fellpflege dient nicht nur der Gesunderhaltung, sie stärkt gleichzeitig die Bindung zwischen Hund und Halter: Das Bürsten und Kämmen ist ein Zeichen der Zuneigung und angenehme Massage in einem.

  • Drahthaar-Hunde, etwa der Deutsch-Drahthaar, haben ein besonders festes und steifes Haarkleid sowie eine dichte Unterwolle. Sie haaren eher wenig. Rauhaar-Hunde verfügen über ein grobes, hartes Deckhaar mit einer dichten, jedoch weicheren Unterwolle. Die Fellbeschaffenheit von Rauhaar-Hunden bietet Schutz vor Regen und Kälte und kann auch dazu beitragen, Dornen oder kleine Äste abzuwehren. Zu den bekanntesten Drahthaar- und Rauhaar-Rassen zählen der Border Terrier und der Schnauzer. Die Unterwolle von Rauhaar-Rassen ist meist besonders dicht. Da sich abgestorbene Haare der Unterwolle nicht von allein lösen, muss der Mensch mithilfe regelmäßiger Pflege nachhelfen, sodass neu nachgewachsene Haare nachschieben können.

  • Hunde mit lockigem Fell haben eine weiche und elastische Fellstruktur. Zu den bekanntesten Hunderassen mit lockigem Fell gehören der Pudel, der Curly-Coated Retriever, der Lagotto Romagnolo und der Portugiesische Wasserhund. Einige lockige Hunderassen haaren eher weniger und gelten so als allergikerfreundlich. Lockiges Fell kann zu Verfilzungen neigen und sollte daher regelmäßig gepflegt werden.

Wie pflege ich das Fell meines Hundes richtig?

Die Fellpflege trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung eines Hundes bei. Bei der Fellpflege kommt es nicht nur auf die Regelmäßigkeit, sondern auch auf die richtige Technik und das richtige Werkzeug an. Beim Bürsten des Fells sollten Sie stets in Wuchsrichtung der Haare arbeiten und nur sanften Druck ausüben. Es ist wichtig, den gesamten Körper des Hundes zu bürsten und dabei keine Stellen, etwa den Bauch oder die Innenseiten der Beine, zu übersehen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern auch Bereiche hinter den Ohren oder an den Hinterbeinen, damit auch an diesen Körperstellen keine Knoten oder Verfilzungen entstehen.

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Pflegeutensilien und Bürsten für die Fellpflege beim Hund 

Verwenden Sie für die Fellpflege eine geeignete Hundebürste oder einen Entfilzungskamm, um Haut, Fell und Haarstruktur nicht zu gefährden. Der Fellwechsel kann für Hunde durchaus anstrengend und auch mit Juckreiz verbunden sein. Während dieser Zeit kann die Bürste daher gern öfter zum Einsatz kommen.

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Welche Pflegeutensilien sind optimal für meinen Hund?

Kämme: Breitzinkige Hundekämme eignen sich, um Verfilzungen im lockigen und langen Fell zu lösen. Mithilfe feinzinkiger Kämme lässt sich das Hundefell auf Parasiten wie Flöhe kontrollieren. Wichtig ist, dass die Zinken abgerundet sind, um die empfindliche Hundehaut beim Kämmen nicht zu verletzen.

Bürsten: Weiche Noppenbürsten eignen sich optimal für Hunde mit empfindlicher Haut sowie für kurzhaarige Rassen. Mit Naturhaarbürsten lassen sich lose Haare sanft entfernen, gleichzeitig wird das Fell zum Glänzen gebracht. Diese Bürsten eignen sich besonders für Kurz- und Mittelhaarhunde. Bei langem und dichtem Fell eignen sich Drahtbürsten, um Verfilzungen zu lösen und die Unterwolle zu pflegen. Für Hunde mit dichter Unterwolle gibt es speziell entwickelte Unterwollbürsten. Sie entfernen abgestorbene Haare aus der Unterwolle und reduzieren den Haarausfall.

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Wie oft muss ich meinen Hund bürsten?

Wie oft und womit Sie das Hundefell bürsten oder kämmen, ist von Hunderasse und Fellstruktur abhängig. Langhaarige Hunde müssen in der Regel häufiger gebürstet werden, als solche, die ein eher kurzes und drahtiges Fell haben.

Fellpflege für Hunde mit langem Haar

Bei langem Fell sollte eine Bürste mit langen, abgerundeten Borsten verwendet werden. In der Regel gilt: je länger das Fell, desto länger die Borsten. Achten Sie darauf, dass die Borsten angenehm weich sind, um der empfindlichen Haut nicht zu schaden. Kleiner Tipp: Sie können am eigenen Handrücken testen, ob die Bürste für Ihren Hund geeignet ist. Während des Fellwechsels haben vor allem Hunde mit langem Haar häufig Probleme mit der Unterwolle, es kann Juckreiz entstehen. Daher sollten Sie Ihren Vierbeiner in dieser Zeit am besten täglich bürsten und eventuell auch einen Kamm einsetzen, der die abgestorbenen Haare der Unterwolle leicht entfernt. 

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Fellpflege für Hunde mit rauem Haar

Bei Rauhaar-Hunden wird das Fell in der Regel getrimmt, dabei werden lose und abgestorbene Haare nicht herausgekämmt, sondern vorsichtig ausgezupft. Ein rauhaariger Vierbeiner sollte weder geschoren, noch sollten ihm die Haare geschnitten werden, da sich dadurch seine Fellstruktur negativ verändern und sogar der Hautschutz verloren gehen kann. Nach dem Trimmen sollten spezielle Striegel-Handschuhe oder ein Gummistriegel, kurz gezahnte Bürsten oder Kämme mit abgerundeten Spitzen zum Einsatz kommen. Wird abgestorbenes Haar nicht entfernt, entsteht schnell unangenehmer Juckreiz, der sich zu gesundheitsgefährdenden Hautirritationen ausweiten kann.

Fellpflege für Hunde mit kurzem Haar

Auch Hunde mit kurzen Haaren brauchen eine regelmäßige Fellpflege, wenn auch nicht so häufig wie Hunde mit einer längeren Fellstruktur. Auch bei Kurzhaar-Hunden gilt: Besser Bürsten als Baden. Die Haut eines Glatt- oder Kurzhaar-Hundes kann durchaus empfindlicher sein als die eines langhaarigen Hundes. Weiche Noppenbürsten, spezielle Striegel-Handschuhe, Naturhaarbürsten mit weichen Borsten oder ein Hundekamm mit abgerundeten Spitzen sind hier die richtigen Accessoires Die Fellpflege sollte in der Regel ein- bis zweimal pro Woche auf dem Plan stehen.

Fellpflege für Hunde mit lockigem Haar

Wird es nicht regelmäßig gepflegt, kann das Fell von Hunden mit lockigem Haar zu Verfilzungen und Knotenbildung neigen. Für die Pflege von lockigem Fell eignen sich besonders gut breitzinkige Kämme und spezielle Entfilzungsbürsten. Bürste oder Kamm sollten möglichst sanft durch das Fell gleiten. Sind Knoten oder Verfilzungen entstanden, darf an diesen nicht mit Kraft gezogen werden, da dies für den Hund schmerzhaft sein kann. Bei hartnäckigen Verfilzungen können spezielle Entfilzungsscheren eingesetzt werden, um haarige Knoten vorsichtig zu entfernen. Je nach Rasse kann auch ein regelmäßiger Besuch beim Hundefriseur notwendig sein, um das Fell in Form zu bringen und übermäßiges Wachstum zu kontrollieren.

3 Tipps: So können Sie Ihren Hund ans Bürsten gewöhnen

  • Starten Sie idealerweise bereits im Welpenalter mit der Fellpflege. Sie können aber auch noch älteren Hunden vermitteln, dass die gemeinsame Zeit wertvoll ist - so stärken Sie die Bindung zu Ihrem Vierbeiner. Verknüpfen Sie die Fellpflege immer mit positiven Erlebnissen. Unser Tipp: Belohnen Sie Ihren Hund während und nach dem Bürsten mit Leckerlis, Lob oder Spiel, damit er die Fellpflege in positiver Erinnerung behält.

  • Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an die Fellpflege. Zu Anfang reichen wenige Minuten, in denen Sie sanft das Fell bürsten. Fühlt sich Ihr Hund offensichtlich wohl, verlängern Sie die Wellnessbehandlung. Unser Tipp: Bürsten Sie Ihren Hund besser kurz und dafür täglich, anstatt einmal wöchentlich für längere Zeit. Die Regelmäßigkeit hilft Ihrem Hund, sich an die Prozedur zu gewöhnen.

  • Wählen Sie für die Fellpflege einen ruhigen Ort, an dem Ihr Hund sich wohlfühlt und nicht von anderen Reizen abgelenkt wird. Sprechen Sie während des Bürstens mit Ihrem Hund und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Sollte Ihr Hund Anzeichen von Stress oder Unbehagen zeigen, beenden Sie die Behandlung.

Wie oft sollte ein Hund gebadet werden?

Wie oft ein Hund gebadet werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren, wie dem Felltyp, dem Aktivitätsniveau und dem Lebensraum des Hundes ab. Hunde sollten jedoch nicht zu oft gebadet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Haut austrocknet und die natürlich vorhandenen Öle reduziert werden, die das Fell nicht nur glänzen lassen, sondern auch vor möglichen Hautkrankheiten schützen. Ein Bad macht allerdings dann Sinn, wenn das Fell wirklich verschmutzt ist oder der Hund deutlich unangenehm riecht. Auch im Sommer, bei hohen Temperaturen, kann ein kurzes Bad zur Abkühlung dienen.

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Tipps für ein stressfreies Bad

  • Vorbereitung ist der Schlüssel für ein stressfreies Bad: Legen Sie alle notwendigen Utensilien, etwa Shampoo, Handtücher und einen rutschfesten Untergrund, bereit.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihren Hund, sprechen Sie in ruhigem Ton mit ihm.
  • Belohnen Sie ihn nach dem Bad eventuell mit einem Leckerli.
  • Loben Sie Ihren Vierbeiner: Dies hilft, das Baden mit positiven Erfahrungen zu verknüpfen und macht künftige Körperpflege-Einheiten einfacher.

Fellwechsel beim Hund im Frühjahr und Herbst

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, durchlaufen die meisten Hunde den Fellwechsel. Während des Fellwechsels werden alte Haare abgestoßen, um Platz für neue zu schaffen. Dies dient auch der Anpassung an die jeweils kommende, kältere oder wärmere Jahreszeit: Das dichtere Winterfell schützt vor Kälte, das leichtere Sommerfell wird in den wärmeren Monaten getragen. Für Hundebesitzer steht in dieser Zeit meist eine intensivere Pflegephase an. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel über den Fellwechsel beim Hund.

Welche Auswirkungen hat die Ernährung auf das Fell?

Eine ausgewogene und an seine besonderen Bedürfnisse angepasste Ernährung ist für die allgemeine Gesundheit eines Hundes essentiell. Gleichzeitig beeinflusst sie auch die Gesundheit des Fells. Vitalstoffe wie die Vitamine A, B und E sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren tragen dazu bei, dass das Fell glänzend, geschmeidig und kräftig bleibt. Mangelerscheinungen können hingegen zu trockenem, brüchigem oder stumpfem Fell sowie zu vermehrtem Haarausfall führen. Eine gute Ernährung sorgt zudem für eine gesunde Haut, die wiederum Basis für ein schönes Fell ist. Es lohnt sich also, in qualitativ hochwertiges Futter zu investieren und bei Bedarf gezielte Nahrungsergänzungsmittel hinzuzufügen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt ab, ob Ihr Hund eventuell Nahrungszusätze benötigt.

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