Calming signals: Was Hund uns sagen will

Calming signals: Was Hund uns sagen will

Hunde setzen als Teil ihrer Kommunikation untereinander Beschwichtigungssignale ein. Diese dienen dazu, Konflikte möglichst schnell und ohne körperliche Auseinandersetzungen zu lösen. Interessantes zur Körpersprache unserer Vierbeiner.

Typische Beschwichtigungssignale

Unsere Hunde sind in der Lage, eine Vielzahl beschwichtigender Signalen auszusenden. Diese Signale müssen von ihnen nicht erlernt werden, sie sind angeboren. Jeder Hund kann sie selbstständig anwenden und auch verstehen. Ein paar der am häufigsten zu beobachtenden sind folgende:

  • Der Hund wendet den Kopf ab, vermeidet direkten Blickkontakt, kneift die Augen zusammen oder blinzelt, eventuell wendet er auch den ganzen Körper ab
  • Züngeln (über die Schnauze lecken) – oft sehr schnell und mehrfach hintereinander
  • Splitting – das heißt, der Hund stellt sich zwischen zwei Hunde oder zwischen Hund und Mensch und schafft so Abstand. Dieses Verhalten wird übrigens häufig irrtümlich als Eifersucht gedeutet
  • Urinieren
  • Pfote heben
  • Langsame Bewegungen
  • Hinsetzen, hinlegen

Beschwichtigungssignale werden von unseren Tieren übrigens sowohl in der Beziehung Hund/Hund als auch in der Beziehung Hund/Mensch angewendet.

Border Collie liegt

Situationsbedingter Einsatz

Calming Signals dienen ausschließlich dazu, aggressives Verhalten zu verhindern oder abzumildern: Sie sollen das Gegenüber beruhigen und signalisieren ein "Von mir geht keine Gefahr aus". Sie werden von Hunden also immer dann eingesetzt, wenn eine Situation entschärft werden muss. Gelegentlich sind sie auch gekoppelt an sogenannte Übersprungshandlungen, etwa gähnen oder kratzen.

Hunde auf Wiese

Richtig deuten

Werden die vom Hund ausgesendeten Signale vom Menschen richtig gedeutet, lässt sich auch die Kommunikation zwischen Zwei- und Vierbeiner erleichtern. Ein typisches Beispiel: Der Hund wird gerufen, der Mensch ist schon leicht gereizt, weil der Vierbeiner nicht zügig zurückkommt. Der Hund bemerkt unsere „Aggression“ und fängt an, uns zu beschwichtigen. Er verlangsamt seine Bewegungen, wendet den Kopf ab, schnüffelt im Gras.

Im Allgemeinen reizt es den Menschen zusätzlich, wenn der Hund immer langsamer wird oder sogar ganz stehen bleibt. In dieser Situation hilft kein Schimpfen. Sinnvoll sind hier eher ein paar freundliche, aufbauende Worte: „Ich habe deine Signale verstanden, bin nicht mehr wütend. Komm schnell und lass uns weitergehen!“.

Auch bei der Ausbildung unserer Hunde, besonders in Prüfungs- oder Stresssituationen, versucht ein Hund oft, uns zu beruhigen. Seine Bewegungen werden langsamer, obwohl er doch zügig folgen soll. Er setzt oder legt sich hin, soll aber eigentlich bei Fuß gehen. Er schnüffelt am Boden, obwohl wir Aufmerksamkeit verlangen. Ist der Mensch in der Lage, die Signale seines Hundes zu erkennen, kann er auch entsprechend antworten.

Richtig reagieren

Da Calming Signals der Beschwichtigung und Konfliktlösung dienen, sollte nicht mit unnötiger Strenge reagiert werden. Sinnvoller ist es, weich und entspannt zu werden und selber Beschwichtigungssignale anzuwenden: den Kopf leicht abwenden, direkten Blickkontakt vermeiden.

Gut zu beobachten sind Calming Signals übrigens bei Welpen. Als Beispiel: Wir kommen nach Hause, und der Kleine lässt „vor Freude“ Wasser – er beschwichtigt. Wenn wir nun über die Pfütze meckern und das Hundekind ausschimpfen, wird es beim nächsten Mal wahrscheinlich noch deutlicher beschwichtigen. Also besser ruhig bleiben. 

Calming Signals aussenden

Selbstverständlich können auch wir Menschen Beschwichtigungssignale aussenden - nicht so differenziert wie unsere Hunde, aber grobmotorisch sind auch wir dazu in der Lage. Einige Beispiele: Einem verunsicherten Hund sollte sich nicht schnell und direkt genähert werden, sondern langsam, seitlich, mit weggedrehtem Kopf und ohne direkten Blickkontakt. Diese vorsichtige Art der Annäherung ist für kleine Angstpfoten wesentlich angenehmer, als eine direkte und schnelle Konfrontation.

Und  bei Begegnungen mit anderen Hunden können wir das Splitting einsetzen: Wir Menschen gehen dabei auf der Seite des fremden Hundes und sorgen so für einen neutralen „Puffer“. Einfach mal testen!

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