Das regelmäßige Häuten bei Nattern

Nattern wachsen ein Leben lang. Zu jedem Wachstumsschub gehört das Häuten.

Lebenslanges Wachstum

Bereits als perfekte kleine Schlangen zur Welt gekommen, wachsen Nattern ein Leben lang. Anders als bei Säugetieren schuppt sich ihre Haut aber nicht ab und dehnt sich während des Wachstums auch nicht aus. Wenn es zu eng wird in der alten Körperhülle, müssen sich die Tiere komplett häuten. Jungtiere wachsen relativ schnell. Monatliches Häuten ist da nichts Ungewöhnliches. Ältere Tiere wechseln ihr Hemd nur noch alle paar Monate.

Vorboten des Häutens

Steht die Häutung bevor, verlieren die flinken Schlangenaugen kurzfristig an Brillanz. Ursache dafür ist das Absterben der obersten Hornschicht auf dem gesamten Körper inklusive Augen. Luft dringt unter die oberste Hautschicht. Dies lässt die Färbung der Tiere matter erscheinen. Unter der absterbenden Hornschicht wächst eine neue, größere Außenhaut. Ist deren Verhornung abgeschlossen, beginnt das Reptil damit, die alte, zu klein gewordene Umhüllung abzustreifen.

Die Häutung bei Nattern

Unruhe im Natternheim

Während der Häutungsphase werden die Tiere unruhig und schlängeln mehr als sonst durchs Terrarium. Für den Halter kein Grund zur Besorgnis: Das Tier ist auf der Suche nach einem geeigneten rauen Gegenstand, an dem das zu klein gewordene „Natternhemd“ am Kopf zum Aufreißen gebracht werden kann. Beim Durchstreifen des Terrariums, vorbei an Einrichtungsgegenständen, engen Felsspalten, Steinen und Ästen, die Widerstand bieten, streifen die wendigen Reptilien dann ihre alte Haut in einem Stück ab. Zum Vorschein kommt eine „runderneuerte“ Schlange mit einer glatten, festen und glänzenden Haut. Auch die Augen strahlen jetzt wieder.Sinnvolle Unterstützung

Gerade während der Häutungsphase benötigen Reptilien viel Flüssigkeit: Eine dehydrierte Schlange kann sich nicht in einem Stück häuten. Während der Häutungsphase sollten Nattern auf Diät gesetzt werden, denn Futtertiere, die sich noch unverdaut im Magen des Reptils befinden, könnten während des anstrengenden Häutungsprozesses ausgewürgt werden. Dies führt zu einem hohen Flüssigkeitsverlust. Wichtig beim Häuten sind zudem ausreichend Feuchtigkeit und UV-Strahlung im Natternheim.

Haut nach der Häutung bei Nattern

Probleme beim Hemdwechsel

Wenn das Natternhemd sich nur in Fetzen löst und Rückstände der alten Haut auf dem Körper verbleiben, ist Vorsicht geboten: durch Hautreste können Durchblutungsstörungen oder Reizungen bis hin zu bakteriellen Hauterkrankungen entstehen. Gründe für eine unvollständige Häutung können falsche Haltung, Dehydration oder auch Erkrankungen des Tieres sein. In der Regel können Häutungsprobleme durch konstant artgerechte Luftfeuchtigkeit im Terrarium und ausreichende UV-Bestrahlung verhindert werden. Sollte es zu Häutungsproblemen kommen, kontaktieren Sie bitte unbedingt den Tierarzt ihres Vertrauens. Angaben zur Selbsthilfe wie etwa die Anwendung von Babyöl oder auch Dauerbaden des Tieres sollten nicht ohne Absprache mit dem Tierarzt erfolgen - zumal diese nicht die Ursache der Häutungsprobleme lösen.  

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