Teichfische

Koi

Koi: Zutrauliche Mitbewohner

Koi im Gartenteich sind etwas ganz Besonderes – farbenprächtig und elegant ziehen sie ihre ruhigen Bahnen im Wasser. Allerdings haben die zutraulichen Fische auch gewisse Ansprüche an ihren Lebensraum. Koi sind nicht nur Fische, sie sind Haustiere. Sie werden bei liebevoller Fürsorge so zahm, dass sie sich streicheln lassen und aus der Hand fressen. Über 100 verschiedene Zuchtformen der friedlichen Karpfenart gibt es mittlerweile, die bei guter Pflege 30 bis 40 Jahre alt werden. Koi leben gern in einem größeren Verband und fühlen sich in einer Fischfamilie von mindestens fünf Mitschwimmern wohl.

Fischteich-Koi

Der richtige Teich

Koi stellen einen höheren Anspruch an ihren Lebensraum als jeder andere Süßwasserfisch. Ein Teich, in dem Koi sich wohlfühlen und ihre ganze Pracht entfalten können, muss an der tiefsten Stelle nicht weniger als zwei Meter tief sein, denn dort überwintern die Tiere. Pro Fisch sollten mindestens 1.000 Liter Wasserinhalt kalkuliert werden. Ein Koiteich kann nie zu groß sein, denn die Schönheiten werden bei guter Pflege bis zu 80 cm groß. Wichtig ist eine gute Wasserqualität: Der Lebensraum muss stets sauber und gut gefiltert sein.

Jede Menge Technik

Der Koiteich benötigt unter anderem eine Oberflächen-Absaugung und Bodenabläufe, die verschmutztes Wasser erst durch einen mechanischen und dann durch einen biologischen Filter leiten, reinigen und mit Sauerstoff anreichern. Eine Wasserpumpe führt das gereinigte Wasser in den Teich zurück. Damit Schmutzpartikel automatisch in die Filter gelangen, bedarf es einer kreisförmig angelegten Teichströmung. Anlage und Pflege eines Koi-Teichs sind ein zeitintensives Hobby, doch belohnen die Fische ihre Besitzer mit ihrer ausgeglichenen und zutraulichen Art.

Bitte nicht zu kalt

Im Winter empfiehlt es sich, den Teich abzudecken, um eine Mindestwassertemperatur von 4°C zu halten. Die Fische gedeihen sehr gut, wenn die Temperatur im Teich zwischen März und Oktober bei mindestens 15°C liegt. So richtig wohl fühlen sich Koi ab einer Wassertemperatur von 20°C. Wer seinen Fischen etwas Gutes tun möchte, denkt über eine Teichheizung nach, um den Winter so lange es geht zu verkürzen. Diese Heizung kann ein Abzweiger der häuslichen Zentralheizung, eine Wärmepumpe oder auch ein schwimmender Teichheizer sein.

Hege und Pflege

Spezielles Koifutter sorgt für eine ausgewogene Ernährung und garantiert, dass der Koi seine volle Farbpracht entfalten kann. Besondere Koi-Leckerbissen wie Seidenraupenpuppen lassen den Fisch schnell wachsen. Sie eignen sich auch für die Handfütterung, bei der sich gleichzeitig der Gesundheitszustand der zutraulichen Fische kontrollieren lässt.

Keine Angst vor großen Ausgaben

Koi sehen nicht nur prachtvoll aus, sie können auch sehr wertvoll sein, wobei der Fisch für den Gartenteich nicht unbedingt teuer sein muss. Wer Freude daran hat, die eigenen Koi  groß werden zu sehen, bekommt im Zoofachhandel Jungfische ab einem Einstiegspreis von drei bis fünf Euro. Für ausgewachsene Tiere gibt es kein Preislimit, wahre Koiliebhaber reisen auch schon einmal um die halbe Welt, um ein besonders schönes Exemplar zu erstehen.

Die  fünf Sinne der Fische

Ganz von Sinnen

Fühlen, Hören, Schmecken, Riechen, Sehen. Auch Fische nutzen diese Sinne und haben diese perfekt an ihren Lebensraum angepasst.
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Form, Größe und Stellung des Fischmauls ist entscheidend für die Wahl der Futterform. Ein kurzer Einblick in die Mundart unter Wasser.

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