Pflege der Süßwasserfische

Weißpünktchen-Krankheit bei Fischen

Weißpünktchen-Krankheit

Die Weißpünktchen-Krankheit gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Zierfischen im Aquarium. Ihr Verlauf endet für viele Fische tödlich. Dabei lässt sich die Krankheit bei frühzeitiger Diagnose und richtiger Behandlung meist in den Griff bekommen.

So macht sich die Krankheit bemerkbar. Wie der Name der Krankheit schon sagt, breiten sich von den Flossen ausgehend kleine weiße Pünktchen auf dem Fischkörper aus. Bei starkem Befall können die Pünktchen zu gelblichen Flächen zusammenwachsen.

Der Erreger der Erkrankung ist ein Wimperntierchen mit dem Namen Ichthyophthirius, das sich in die Schleimhaut des Fisches einnistet. Ist es ausgewachsen, fällt es zu Boden und bildet dort eine feste Schale. In dieser beginnt es sich zu teilen (bis zu 1000 Mal), bis die Hülle aufbricht und die sogenannten Schwärmer entlässt. Diese befallen dann die Fische und der Kreislauf beginnt von vorn.

Infektionswege

Häufig bringen Neuzugänge den Erreger mit. Er kann aber auch durch Pflanzen oder Steine ins Becken eingebracht werden, wenn diese aus einem anderen Aquarium mit Befall stammen. Ichthyophthirius ist ein Schwächeparasit, der bevorzugt geschwächte und gestresste Fische befällt. Gute Haltungsbedingungen sind daher die beste Prophylaxe.

Behandlung:

Je nach Fisch und Schweregrad der Erkrankung sind unterschiedliche Behandlungsmethoden möglich:

Temperaturmethode

Eine Erhöhung der Wassertemperatur im Becken auf 30 bis 31 Grad bewirkt, dass der Parasit schneller die sogenannte Schwärmerphase erreicht.
Nur in diesem Lebensstadium kann man ihn wirkungsvoll bekämpfen. Bei Fischen, für die so hohe Temperaturen kein Problem sind,
kann etappenweise die Wassertemperatur auf dieses Niveau erhöht werden. Dann gilt es abzuwarten, bis keine Parasiten mehr
zu sehen sind (mindestens jedoch zehn Tage). Das Absenken der Temperatur nach der Behandlung muss sehr behutsam und langsam erfolgen.

Wichtig: Durch die hohe Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser, während der Sauerstoffbedarf der Fische steigt. Eine ausreichende
Belüftung ist daher extrem wichtig. Zudem benötigen die Fische bei hohen Temperaturen mehr Futter.

Salzmethode

Durch die Zugabe von Salz (z.B. JBL Ektol cristal) ins Wasser lösen sich die äußeren Schleimhäute der Fische und damit auch die darauf
festsitzenden Parasiten. Vorbereitend wird zunächst ein Teilwasserwechsel gemacht und dann die Temperatur im Becken vorsichtig angehoben.
Ideal sind auch hier 30 bis 31 Grad. Bei Fischen, die eine so hohe Temperatur nicht vertragen, empfiehlt sich eine Anhebung von mindestens
drei Grad über Normal. Nun erfolgt innerhalb von 24 Stunden stufenweise die Zugabe von Salz. Die Salzmenge richtet sich nach Wasserhärte
und -menge. Nachdem das Salz die Parasiten vom Fisch gelöst hat, wird ein Medikament im Becken eingesetzt, das die Parasiten abtötet.
Nach zehn Tagen kann die Temperatur wieder langsam heruntergefahren werden. Der Salzgehalt sollte dann innerhalb einer Woche
durch Teilwasserwechsel auf Normal gebracht werden.

Vorsicht! Viele Bewohner vertragen das Aufsalzen des Wassers nicht. So zum Beispiel Welse, Salmler und Wirbellose.

Medikamentöse Behandlung

Die Behandlung mit Medikamenten ist sehr effektiv und sollte vor allem bei stark befallenen Fischen angewendet werden. In der Regel enthalten die Präparate Malachtitgrün oder Machalitgrünoxalat als Wirkstoff. Da dieser Wirkstoff sehr lichtempfindlich ist, empfiehlt es sich, während der Behandlungsdauer die Beleuchtung abzuschalten. Die Dosierung erfolgt nach Herstellerangabe. Gute Medikamente sind JBL Punktol (kupferfrei), Sera Costapur oder Sera Costamed.

Tipp: Einige Präparate enthalten Kupfer, welches von Wirbellosen nicht vertragen wird. Setzen Sie die Tiere daher vor der Behandlung in ein anderes Becken oder wählen Sie ein Medikament, das kein Kupfer beinhaltet.

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