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02.02.2026Lesedauer: 3 Min.

Weißpünktchenkrankheit bei Fischen: Was kann man tun?

Die Weißpünktchenkrankheit gehört mit zu den häufigsten Erkrankungen bei Zierfischen im Aquarium. Ihr Verlauf endet unbehandelt für viele Fische tödlich. Dabei lässt sich die Krankheit bei frühzeitiger Diagnose und richtiger Behandlung der Süßwasserfische  in den Griff bekommen.

Wie infizieren sich Fische mit der Weißpünktchenkrankheit?

Der Erreger der Erkrankung ist ein Wimperntierchen mit dem Namen Ichthyophthirius multifiliis, das sich in die Schleimhaut des Fisches einnistet. Dort wächst es heran, bis es ausgewachsen ist.

Ist die Weißpünktchenkrankheit ansteckend?

Ja! Ist der Parasit ausgewachsen, löst er sich aus der Schleimhaut des Fisches und sucht aktiv einen hellen Platz an Dekoration, Pflanzen oder Bodengrund und bildet dort eine feste Schale. In dieser beginnt er sich zu teilen, bis die Hülle aufbricht und die sogenannten Schwärmer entlässt. Diese suchen sich einen neuen Wirt und der Kreislauf beginnt von vorn.


Symptome der Weißpünktchenkrankheit

Wie der Name der Krankheit schon sagt, breiten sich kleine weiße Pünktchen auf dem Fischkörper aus, oft beginnend in den Flossen.

Bei starkem Befall können die Pünktchen zu gelblichen Flächen zusammenwachsen.

Verwechslungsgefahr mit Samtkrankheit!

Es gibt eine weitere Fischkrankheit, die mit bloßem Auge nicht von der Weißpünktchenkrankheit unterschieden werden kann, die sogenannte Samtkrankheit (Oodinium).

Die Medikamente gegen den Befall mit Ichthyophthirius haben leider keine Wirkung auf einen Befall mit Oodinium und andersherum haben die Medikamente gegen Oodinium keinen Einfluss auf den Befall mit der Weißpünktchenkrankheit.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, befallene Fische mikroskopisch zu untersuchen. Stark vergrößert lassen sich beide Krankheiten einfach unterscheiden.


Behandlung der Weißpünktchenkrankheit

Nur in der freischwimmenden Phase lässt sich Ichthyophthirius bekämpfen, eingenistet in der Schleimhaut von Fischen oder eingekapselt zur Teilung ist es gegen äußere Einwirkungen geschützt.

Medikamente gegen die Weißpünktchenkrankheit

Die sicherste Behandlung der Krankheit erfolgt durch ein spezielles Medikament, welches den Wirkstoff Malachitgrün enthält, der wirksam gegen die Schwärmer eingesetzt wird.
Da nur die freischwimmende Phase behandelbar ist, empfiehlt es sich, die Entwicklung des Parasiten zu beschleunigen. Dies lässt sich durch eine Temperaturerhöhung auf 30 °C erreichen.
Beachten Sie, dass solch hohe Temperaturen nicht für alle Fischarten geeignet sind.

Wichtig: Durch die hohe Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser, während der Sauerstoffbedarf der Fische steigt. Eine ausreichende Belüftung ist daher extrem wichtig.

Weitere Infos dazu unter: Sauerstoffmangel im Aquarium.
Zudem benötigen die Fische bei hohen Temperaturen mehr Futter.

Aufsalzen gegen Weißpünktchenkrankheit?

Teilweise wird das Aufsalzen des gesamten Aquarienwassers mit speziellen Salzen empfohlen. Allerdings vertragen das nicht alle Aquarienbewohner, und das Salz lässt sich auch nach der Behandlung nur verdünnen, nicht gänzlich entfernen.

Daher wird von dieser experimentellen Methode abgeraten.


Weißpünktchenkrankheit vorbeugen

Ichthyophthirius ist ein Schwächeparasit, der bevorzugt geschwächte und gestresste Fische befällt.

Gute Haltungsbedingungen sind daher die beste Prophylaxe.

Neuzugänge, eine größere Pflegemaßnahme, aber auch vernachlässigte Wasserparameter können zu einem Ausbruch der Krankheit führen.

Dabei sind häufig nicht die Neuankömmlinge die Überträger.

Einige Fischarten können den Parasiten permanent in ihren Kiemen tragen, ohne dass es zu einem Ausbruch kommt – ein starkes Immunsystem verhindert diesen. Kommt es dann allerdings zu einer Schwächung des Immunsystems bricht der Befall aus.


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