
Wie berechne ich die Futtermenge für meinen Hund?
Um die tägliche Futtermenge möglichst genau zu berechnen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Der tatsächliche Bedarf eines Hundes hängt unter anderem von Alter, Aktivitätslevel, Körperzustand, Kastrationsstatus und Gesundheitszustand ab. Bei der Berechnung des Energiebedarfs geht es nicht nur um die reine Futtermenge in Gramm. Auch die Zusammensetzung aus wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielen eine entscheidende Rolle für ein gesundes Hundeleben.
So ermitteln Sie den Energiebedarf Ihres Hundes
Die folgende Berechnung dient als Orientierung für gesunde, ausgewachsene Hunde mit normalem Körperzustand. Für Welpen, trächtige oder säugende Hündinnen sowie Hunde mit Erkrankungen oder deutlichem Über- bzw. Untergewicht gelten besondere Anforderungen.
Die Basis für die Futterberechnung bildet der sogenannte Ruheenergiebedarf (RER). Dieser Wert gibt an, wie viel Energie Ihr Hund im absoluten Ruhezustand verbraucht, um alle lebenswichtigen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.
Zur Berechnung des RER wird in der Regel eine mathematische Formel genutzt. Sie benötigen dafür lediglich das aktuelle Körpergewicht Ihres ausgewachsenen Hundes in Kilogramm (nicht das theoretische Wunschgewicht der Rasse):
RER = 95 * Körpergewicht^0,75
Hinweis: 95 entspricht hierbei dem Richtwert für den individuellen Energiebedarf von Hunden.
Um nun den annähernden täglichen Energiebedarf zu ermitteln, multiplizieren Sie den errechneten RER mit dem passenden Aktivitätsfaktor Ihres Hundes:
| Wenig aktiv / zu Übergewicht neigend: : Faktor 1,0 – 1,2 | |
| Kastrierter erwachsener Hund: Faktor 1,4 – 1,6 | |
| Gesunder erwachsener Hund: Faktor 1,6 – 1,8 | |
| Sehr aktiv (Sporthund / Arbeitshund): Faktor 2,0 bis 3,0 (je nach Intensität) |
Ein konkretes Rechenbeispiel:
Ein normal aktiver Familienhund, wie zum Beispiel ein ausgewachsener Dackel, hat ein Gewicht von 10 kg. Daraus ergibt sich folgender Ruheenergiebedarf:
RER = 70 * 10^0,75 = 394 kcal
Multipliziert man den RER mit dem durchschnittlichen Aktivitätsfaktor (hier: 1,6) ergibt sich näherungsweise der tägliche Energiebedarf:
Energiebedarf = RER * 1,5 = 630 kcal
Wichtiger Hinweis
Aktivitätslevel und Alter einbeziehen
Gesundheitszustand und Kastration berücksichtigen
Futtermenge für Hunde: Tabelle mit Richtwerten
Sie möchten einen schnellen Richtwert für Ihren Hund erhalten? Unsere Futtertabelle bietet Ihnen eine grobe Orientierung für die tägliche Futtermenge ausgewachsener gesunder Hunde bei normaler Aktivität. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um durchschnittliche Richtwerte handelt, die je nach Futtermarke, -art und -nährwert an den individuellen Bedarf des Hundes angepasst werden müssen.
| Gewicht des Hundes | Tägliche Portion Nassfutter (Richtwert) | Tägliche Portion Trockenfutter (Richtwert) |
|---|---|---|
| 5 kg | ca. 300 g – 400 g | ca. 70 g – 100 g |
| 10 kg | ca. 500 g – 700 g | ca. 120 g – 160 g |
| 20 kg | ca. 900 g – 1.200 g | ca. 200 g – 280 g |
| 30 kg | ca. 1.300 g – 1.700 g | ca. 280 g – 380 g |
Nassfutter & Trockenfutter im Vergleich
Warum weichen die Gramm-Angaben bei Nassfutter und Trockenfutter in der Tabelle so stark voneinander ab? Der Grund hierfür liegt im stark unterschiedlichen Wassergehalt und der daraus resultierenden Energiedichte der beiden Futterarten.
Die richtige Portionierung von Nassfutter
Nassfutter zeichnet sich durch einen hohen Feuchtigkeitsanteil von meist über 70% aus. Da der Wasseranteil keine Kalorien liefert, muss die reine Portion im Napf volumentechnisch deutlich größer ausfallen als bei Trockenfutter. Gleichzeitig unterstützt Nassfutter auf natürliche Weise eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Ihres Hundes.
Unsere Auswahl an Hundenassfutter
Die passende Menge von Trockenfutter
Trockenfutter ist ein echtes Energiekonzentrat, da ihm bei der Herstellung das Wasser fast vollständig entzogen wird. Die Portionen im Napf wirken optisch oft sehr klein, liefern Ihrem Hund jedoch bereits alle notwendigen Kalorien. Stellen Sie bei der Fütterung von Trockenfutter stets ausreichend frisches Trinkwasser bereit.
Unsere Auswahl an Hundetrockenfutter

Tipp zur Mischfütterung
Wenn Sie Nass- und Trockenfutter kombinieren möchten, teilen Sie den täglichen Energiebedarf auf beide Futterarten auf. Bei einer 50:50-Aufteilung sollte jeweils die Hälfte der benötigten Kalorien über Nass- beziehungsweise Trockenfutter gedeckt werden. Die entsprechende Grammmenge richtet sich nach dem Energiegehalt des jeweiligen Futters.
Hundesnacks richtig vom Hauptfutter abziehen
Ob Trainingshäppchen, Kauknochen oder das Belohnungsleckerli zwischendurch: Snacks gehören für viele Hunde zum Alltag dazu. Als Faustregel gilt, dass Snacks maximal 10% des täglichen Energiebedarfs Ihres Hundes ausmachen sollten. Um Übergewicht zu vermeiden, sollten müssen diese Kalorien unbedingt von der täglichen Hauptfutterration abgezogen werden.
Wichtig: Sensibilisieren Sie auch Freunde, Familie und Gäste dafür, Ihrem Liebling nicht unbemerkt zusätzliche Leckerlis zuzustecken.
Unsere Auswahl an Hundesnacks
Berücksichtigung von Nahrungsergänzungsmitteln
Auch Nahrungsergänzungsmittel dürfen bei der Berechnung nicht vergessen werden. Beliebte Zusätze wie Öle (beispielsweise Lachsöl für Haut und Fell) bestehen zu 100% aus Fett und liefern reichlich Kalorien. Schon ein einziger Teelöffel Lachsöl (ca. 5 ml) schlägt mit rund 40 bis 45 kcal zu Buche. Bei einem kleinen Hund wie einem Chihuahua kann dies bereits einen erheblichen Anteil des täglichen Energiebedarfs ausmachen.
Andere Zusätze wie Vitamine, Mineralstoffpulver oder Kräuter haben dagegen kaum Kalorien, müssen aber exakt nach Herstellervorgabe dosiert und bei besonderen gesundheitlichen Anforderungen nach tierärztlicher Rücksprache eingesetzt werden. Dies ist sehr wichtig, um eine gesundheitsschädliche Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.
So überprüfen Sie die Futtermenge: Der Figur-Check
Da jeder Hund Futter unterschiedlich verwertet, ist jeder berechnete Wert nur ein Orientierungswert. Ob Ihr Hund die passende Futtermenge erhält, verrät Ihnen der einfache Figur-Check in 3 Schritten, den Sie regelmäßig zu Hause durchführen sollten:
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- Die Rippen: Legen Sie Ihre Hände flach auf den Brustkorb Ihres Hundes. Die Rippen sollten ohne Druck leicht zu ertasten, aber nicht mit bloßem Auge sichtbar sein.
- Die Taille: Betrachten Sie Ihren stehenden Hund von oben. Hinter dem Rippenbogen sollte eine deutliche Verengung vor den Hüften zu sehen sein.
- Die Bauchlinie von der Seite: Schauen Sie sich Ihren Hund von der Seite an. Die Bauchlinie sollte hinter den Rippen sanft nach oben ansteigen.
Was tun bei Abweichungen? Futtermenge schrittweise anpassen
Weicht der Körperzustand Ihres ansonsten gesunden erwachsenen Hundes beim Figur-Check leicht vom Idealbereich ab, passen Sie die Futtermenge behutsam an und kontrollieren Sie den Körperzustand regelmäßig.
| Hund zu dünn: Erhöhen Sie die berechnete Futtermenge vorsichtig und prüfen Sie das Gewicht nach zwei Wochen erneut. | |
| Hund zu dick: Reduzieren Sie die Tagesration vorsichtig. Neigt Ihr Hund zu Übergewicht, finden Sie in unserem Sortiment auch spezielles Diätfutter für Hunde. |
Führen Sie Futterumstellungen oder Diäten niemals radikal durch, um den Organismus Ihres Hundes zu schonen. Bei Unsicherheiten sowie deutlichem oder unerklärlichem Über- bzw. Untergewicht sollte zunächst tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Sie sind auf der Suche nach dem passenden Futter für Ihren Hund oder benötigen Unterstützung bei der Berechnung? Die Experten in Ihrem DAS FUTTERHAUS-Markt beraten Sie gern zur optimalen Ernährung Ihres Lieblings.
















