Beagle Seitenportrait

Beagle

Kleiner Jagdhund mit einem fröhlichen, sanften Wesen.

Einst für die Hasenjagd im Einsatz, zählt der Beagle heute zu den beliebtesten Hunderassen und ist vor allem als aktiver und ausgeglichener Familienhund sehr begehrt.

Lesedauer: 7 Min.
Erstellt am: Vom 15.9.2022
Auf die MerklisteGemerkt
Steckbrief
Herkunft:
Großbritannien
Größe:
Rüden: 36-41 cm
Hündinnen: 33-38 cm
Farbe:
Schwarz, braun, weiß, gelb - jeweils zwei- oder dreifarbig
Wesen:
Fröhlich, unerschrocken, ausgeglichen, bewegungsaktiv und intelligent
Haltung:
Viel Bewegung & Beschäftigung
An Ihrer Seite als:
Familienhund, Jagdhund
Gewicht:
Rüden: 10-18 kg
Hündinnen: 9-12 kg
Fell (Länge/Struktur):
Kurz, dicht und wetterbeständig
Inhalt:
Geschichte & Herkunft
Wesenszüge
Welpe
Erziehung
Aussehen & Pflege
Ernährung
Gesundheit
FAQ´s

Geschichte & Herkunft des Beagles

Der Beagle zählt zu den bekanntesten Rassen der Welt. Der Jagdhund wurde ursprünglich in England als lauffreudiger Meutehund speziell für die Kaninchenjagd gezüchtet. Es wird davon ausgegangen, dass der Ursprung der Hunderasse in Frankreich im Bereich der Normandie lag.

Bereits im 7. Jahrhundert züchteten Mönche den St. Hubertushund. Um die Kraft und Schnelligkeit dieses Hundes zu erhöhen, wurde die Rasse mit den Greyhounds gekreuzt. Aus dieser Paarung entstanden die Northern Hounds. Diese wurden wiederum 1066 von den Briten nach England gebracht, wo sie mit den etablierten Jagdhunden Southern Hounds gekreuzt wurden, um die positiven Eigenschaften beider Rassen miteinander zu vereinen. So entstand gegen 1400 der English Beagle.

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Jeder Hund ist individuell

Die folgenden Inhalte wurden von uns sorgfältig in Kooperation mit Hundeexperten recherchiert und erstellt. Da Hunde, unabhängig von ihrer Rasse, sehr individuelle Ansprüche haben, können wir nicht garantieren, dass jede getroffene Aussage 100 % auf jeden Hund zutrifft.

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Das Wesen des Beagles

Als Schweißhund für die Hasenjagd gezüchtet, ist der Beagle ein fröhlicher, sehr geselliger und umgänglicher Hund, der gleichzeitig überaus anpassungsfähig ist.

Zu Beginn ist der Beagle meist etwas zurückhaltend. Nach kurzer Zeit geht er jedoch neugierig auf kleine und größere Artgenossen zu. Der aufgeweckte Familienhund ist weder ängstlich noch angriffslustig. Er besitzt einen sehr ausgeprägten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör, was darauf zurückzuführen ist, dass er ursprünglich für Hasenjagd gezüchtet wurde.

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Der Beagle als Welpe

Der Beagle weist bereits im Welpenalter einen eigenwilligen, sturen Charakter auf. Beagle benötigen von früh auf eine konkrete Bezugsperson. Eine frühe, konsequente Erziehung und Sozialisierung ist erforderlich, damit Ihr Vierbeiner Sie als Rudelführer respektiert und die Befehle ausführt. Da Beagle-Welpen sehr sensibel sind, benötigen sie einen sanften Umgangston. Zudem wird empfohlen, frühzeitig mit dem Abruftraining zu beginnen, um zu gewährleisten, dass der Hund später problemlos von der Leine gelassen werden kann. Des Weiteren spielen Beagle sehr gerne mit anderen Hunden – der perfekte Zeitpunkt, um Kontakt mit Artgenossen in einer Welpengruppe aufzunehmen.

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Das richtige Futter für Beagle Welpen

Welpen haben eine recht empfindliche Verdauung und sollten daher spezielles Welpenfutter bekommen. Lassen Sie sich in Ihrem DAS FUTTERHAUS Markt von unseren Experten dazu beraten.

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„Die Erziehung des Beagles erfordert ein hohes Maß an Geduld und Konsequenz.“

Die Erziehung und Haltung eines Beagles

Die Erziehung des Beagles erfordert ein hohes Maß an Geduld und Konsequenz. Beagle können sehr stur und dickköpfig sein, was darauf zurückzuführen ist, dass der Beagle auf der Jagd selbständige Entscheidungen treffen muss. Daher empfehlen wir, bereits im Welpenalter mit der Erziehung und Sozialisierung zu beginnen. Eine konsequente, einfühlsame Erziehung mit klaren Ansagen und Strukturen ist unerlässlich. Ist der Beagle gut erzogen, ist er ein liebenswerter Familienhund, der am liebsten überall dabei ist.

Beagle sind, vor allem in jungen Jahren, wahre Energiebündel und wollen ausgelastet werden. Am liebsten möchten sie täglich durch die Natur ziehen. Wird der Beagle nicht in seiner ursprünglichen Verwendung als Jagdhund eingesetzt, müssen ihm alternative Aktivitäten geboten werden. Schließlich handelt es sich bei dem Beagle um einen Laufhund, der viel Auslauf und Bewegung benötigt. Hierzu zählen täglich lange Spaziergänge in der Natur, aber auch Hundesportarten wie Dummytraining, Agility oder Dog Dancing sowie ausreichend geistige Beschäftigung. Zudem können Sie Ihren Beagle auch zum Joggen oder Fahrrad fahren mitnehmen, wenn er ausgewachsen ist.

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Aussehen und Pflege des Beagle

Erscheinungsbild: Größe, Körperbau & Fell

Der Beagle ist ein robuster, kompakter, kleiner bis mittelgroßer Hund mit quadratischem Körperbau. Die Widerristhöhe beträgt mindestens 33 cm und höchstens 40 cm. Das Gewicht eines Beagles richtet sich nach Größe und Geschlecht und liegt im Durchschnitt zwischen 9 und 18 kg.

Beagle haben einen geraden, kräftigen Rücken und gut gewölbte Rippen, die viel Platz für Herz und Lunge lassen sowie ein von Schub und Raumgriff geprägtes Gangwerk. Der ausreichend lange Hals ermöglicht ihnen das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur. Die eher kurzen Beine sind besonders kräftig und schenken dem Beagle Schnelligkeit und Ausdauer. Der Kopf ist von mäβiger Länge, kraftvoll, ohne grob zu wirken. Die ziemlich großen, dunkel- oder haselnussbraunen Augen sind weder tiefliegend noch hervortretend. Zudem sind die Augen recht weit voneinander entfernt und haben einen sanften Ausdruck. Die Ohren sind lang und unten abgerundet. Die Rute ist von mittlerer Länge, dicht behaart und mit einer weißen Spitze versehen. Sie ist hoch angesetzt und wird fröhlich getragen.

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Die Ernährung des Beagles

Der Beagle ist als ursprünglicher Meutehund sehr gefräßig und frisst von Natur aus gerne. Um Übergewicht zu vermeiden, empfehlen wir einen besonderen Blick auf den Ernährungsplan Ihres Beagles zu werfen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die Ihren Beagle mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und die richtige Energiezufuhr liefert, ist eine absolute Grundvoraussetzung.

Beachten Sie: Da der Beagle stoffwechselbedingt einen niedrigeren Energiebedarf aufweist als andere Hunderassen, empfehlen wir Ihnen, Ihrem Vierbeiner ein Futtermittel mit niedriger Energiedichte zu geben.

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Die Gesundheit des Beagle

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Beagles liegt bei 12-15 Jahren und ist damit verhältnismäßig hoch. Doch leider weist auch der Beagle einige rassetypische Krankheiten auf. Hierzu zählen zum Beispiel Übergewicht, auch Adipositas, welches meist durch eine übermäßige Energieversorgung verursacht wird. Im Vergleich zu anderen Hunderassen ist der Beagle häufiger von Übergewicht betroffen, da er stoffwechselbedingt einen um bis zu 15% niedrigeren Energiebedarf aufweist. Unser Tipp: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und halten Sie Ihren Beagle aktiv.

Des Weiteren leidet der Beagle unter rassebedingt geschwächtem Knorpel, so dass sein Bandscheibengewebe dazu neigt, bereits bei geringer Belastung zu reißen. Dabei quillt der "flüssige" Inhalt hervor und drückt auf das Rückenmark. Dies kann zu Schmerzen und Nervenausfällen sowie in schlimmsten Fällen zu Lähmungen führen. Beachten Sie: Übergewicht kann Bandscheibenvorfälle und Bandscheibenerkrankungen zusätzlich begünstigen. Umso wichtiger, dass Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten.

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Passt ein Beagle zu mir?

Checkliste

Kleiner Jagdhund mit einem fröhlichen, sanften Wesen.

Der Beagle passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie Ihrem Tier ausreichend Bewegung und Beschäftigung bieten können

  • Sie einen kinderlieben und aktiven Familienhund suchen

  • Sie Zeit und Geduld für eine konsequente und liebevolle Erziehung mitbringen

  • Sie bei Wind & Wetter ausgiebig mit Ihrem Vierbeiner spazieren gehen

Weitere Tipps, welche Hunderasse zu Ihnen passen könnte, finden Sie in unserem tierischen Tipp

Welcher Hund passt zu mir?


Überlegung vor der Anschaffung

Der Kauf eines Hundes sollte gut überlegt sein. Damit Sie Ihrem Hund ein glückliches und artgerechtes Leben bieten können, sollten Sie sich vorab mit der Verantwortung, einen Hund zu halten, vertraut machen. Dabei müssen wichtige Aspekte, wie die Zeit, finanzielle Mittel und ein passendes Umfeld berücksichtigt werden. Schließlich sollte Ihre Lebensweise zu den Bedürfnissen Ihres Hundes passen und andersherum. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber:

Was Sie vor dem Kauf eines Hundes beachten sollten


Den richtigen Züchter finden: Wo Sie Ihren Hund kaufen sollten

Bevor Sie einen Hund kaufen, sollten Sie sich über die Rasse und den Züchter informieren. Dabei sollten Sie 3 grundlegende Punkte beachten: 

  • Sie sollten Ihren Hund nicht über einen Online-Shop kaufen.
  • Hände weg von Schnäppchen-Hunden. Ein vierstelliger Preis für einen Hundewelpen ist üblich.
  • Kaufen Sie Ihren Hund von seriösen Züchtern oder aus dem Tierheim.

Das zeichnet einen seriösen Züchter aus


Beachten Sie: Beim Kauf sollte Ihr Welpe bereits über einen europäischen Heimtierausweis und einen Chip zur Kennzeichnung verfügen sowie die ersten Impfungen erhalten haben.


Häufige Fragen zum Beagle

  • Für einen reinrassigen, gesunden Welpen mit Papieren können Sie mit Kosten in Höhe von ca. 1.000 bis 2.000€ rechnen. Sie sollten Ihren Züchter sorgfältig aussuchen. Ein seriöser Züchter ist bestenfalls Mitglied in einem anerkannten Zuchtverein und kann Ihnen Auskunft über die Elterntiere Ihres zukünftigen Beagle-Welpen geben. Neben den Anschaffungskosten fallen auch Kosten für Tierarztbesuche, Impfungen und die Erstausstattung an.

  • Beagle sind Meutehunde und fühlen sich innerhalb einer Familie sehr wohl. Die Vierbeiner sind sehr kinderfreundlich und umgänglich. Obwohl ihr Zuchtziel im jagdhündischen Bereich liegt, haben Beagle eine ausgeprägte soziale Kompetenz.

  • Aufgrund ihres ausgeprägten Jagdtrieb sind Beagle nur bedingt als Anfängerhund geeignet. Beagle haben einen sehr selbständigen Charakter und sind nicht einfach zu führen. Wir empfehlen einen Besuch in einer Hundeschule.

  • Wir empfehlen Ihnen, Ihrem Vierbeiner einen kurzen Namen mit zwei Silben zu geben. Dabei sollte die Endung eines Hundenamens bestenfalls ein Vokal sein, zum Beispiel Balu, Amy oder Bella.

    Entscheidend ist jedoch vor allem der Klang des Namens. So sollten z.B. Hundenamen, die ähnlich wie ein Signal klingen, vermieden werden, da Sie Ihren Vierbeiner verwirren könnten. Hier zwei Beispiele:

    • Matz klingt wie "Platz!"
    • Maus klingt wie "Aus!

Sie haben eine individuelle Frage zu dieser Rasse?

Dann schreiben Sie uns und unsere Experten gehen individuell auf Ihre Fragestellung ein. Natürlich steht Ihnen auch unser Fachpersonal im Markt zu sämtlichen Anliegen rund um Ihr Haustier zur Verfügung.

*Pflichtangaben

Co-Autor
Annett Reinhold
Tierpsychologin, Hundetrainerin & Hundeernähruungsberaterin, Hundeservice Hamburg Reinhold e.K
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