Ein Sittich kommt niemals allein

Wellensittiche als Haustiere

Ein Sittich kommt niemals allein

Wellensittiche sind muntere kleine Zeitgenossen, die ursprünglich aus den trockenen Strauchsteppen Zentralaustraliens stammen. Sie können bei artgerechter und liebevoller Heimhaltung gut 10 Jahre alt werden. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen glücklichen Welli ist das Leben in einer artgleichen Gemeinschaft.

Wiltlebende Wellensittiche in Schwärmen

In ihrer Heimat bewegen sich wildlebende Wellensittiche in Schwärmen von 20 bis 100 Artgenossen. Einzeln als Haustier gehalten, verkümmern die sozialen Vögel aus der Ordnung der Papageien und können Verhaltensstörungen wie das Federrupfen entwickeln.

Fehlt dem Wellensittich ein artengleicher Partner, kann er sich auch dem Menschen eng anschließen. Das sollte aber in keinem Fall die Begründung für eine Einzelhaltung sein: Auch paarweise gehaltene Wellensittiche können mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen zahm werden und sogar sprechen lernen, wenn der Halter sich ausreichend mit ihnen beschäftigt.

Gesellschaft macht den Sittich froh

Bei der Entscheidung für zwei Wellensittiche ist die Haltung eines Pärchen empfehlenswert. Nachwuchs wird sich nicht einstellen, solange den Tieren keine Nistgelegenheit zur Verfügung gestellt wird. Auch zwei Männchen verstehen sich in der Regel gut. Oftmals entstehen im Laufe der Zeit sogar innige Freundschaften, bei denen einer der Hähne die Rolle des Weibchens übernimmt und sich füttern lässt. Zwei junge Weibchen lassen sich ebenfalls vergesellschaften – wirklich dicke Freundinnen werden die Hennen aber nur selten.

Übrigens: Rund 28 Millionen Heimtiere leben nach einer Zählung des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. in deutschen Haushalten. Über 3,4 Millionen der tierischen Hausgenossen sind Ziervögel - beliebtester gefiederter Freund ist der Wellensittich.

Wellensittiche Haltung in Gesellschaft wünschensewert