Der gelbe Hund in Afrika

Der gelbe Hund in Afrika

Hier finden Sie die Reiseberichte.

Reisebericht Nr. 1 – 01.10.2017

Über zwei Wochen sind wir nun in Ghana und haben uns bereits gut in Bechem eingelebt. Die ersten paar Tage haben wir in Accra verbracht, der wunderschönen aber leider auch etwas chaotischen Hauptstadt, die uns mit ihren überfüllten Märkten und lauten Straßen sofort in ihren Bann gezogen hat.

Bechem ist dagegen ein erholsames und ruhiges Dorf, obwohl wir auch hier mit unserer weißen Haut viel Aufsehen erregt haben. Auch in der Schule wurden wir freudig begrüßt und sofort zur Attraktion.
Jeden Morgen holen wir die Kinder mit dem Schulbus ab, was sich immer wieder als Abenteuer herausstellt. Wenn der Bus ausnahmsweise Mal anspringt, läuft man Gefahr, sich im Schlamm fest zufahren - in diesem Fall steigen alle Kinder bereitwillig aus und schieben den Bus den Hang hoch -und ein Reifen ist uns auch schon geplatzt.

Einmal in der Schule angekommen stellen sich alle Kinder zum roll call auf, um gemeinsam zu beten und die Nationalhymne Ghanas zu singen. Danach beginnt der Unterricht in den jeweiligen Klassen.
Da ein Lehrer ausfiel, haben wir den Unterricht in Klasse drei übernommen und begonnen, den Schülern Englisch, Mathe und Deutsch beizubringen.
Ab nächster Woche soll dann eine Einführung der Schüler in das Medium Computer starten, für viele hier etwas ganz besonderes.

Bis jetzt sind wir sehr glücklich und überwältigt von der Offenheit und Gastfreundschaft der Leute.

Collage Afrika
Collage Afrika

Reisebericht Nr. 2 – 14.11.2017

Jetzt sind wir schon zwei Monate in Ghana, die sich aber für uns angefühlt haben wie zwei Wochen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und uns graut es jetzt schon vor der Abreise.

In der Schule fühlen wir uns immer noch super wohl und unser kleines Zimmer ist für uns schon zum Zuhause geworden. Stromausfall und der Ausfall des Wassers in unserem Badezimmer stehen an der Tagesordnung, aber auch daran haben wir uns schnell gewöhnt.

Immer noch überraschen sind die plötzlichen Wetterumbrüche, vom strahlenden Sonnenschein und wohligen 30 Grad kann sich das Wetter innerhalb von 10 Minuten zum Weltuntergang mit sturmflutähnlichen Regenfällen ändern. Neben einem gelegentlich überfluteten Innenhof beschwert dies auch die Fahrten mit dem Schulbus.

Mittlerweile haben wir in der Schulwoche einen sehr geregelten Alltag. Nachdem wir die Kinder um 6 Uhr morgens mit dem Schulbus abgeholt haben, gehen wir erst einmal frühstücken und machen uns dann auf den Weg in das Büro, wo wir uns mit Madam Florence um die Buchhaltung kümmern.

Besonders beeindruckt waren wir von den Ausgaben für die Kantine - für nur drei Euro täglich werden hier über 100 Schüler bekocht, was in Deutschland dem Preis für eine Mahlzeit in der Mensa entspricht. Danach gehen wir in eine der Klassen. Um 13 Uhr gibt es für uns ein frisch zubereitetes ghanaisches Mittagessen - am besten schmeckt uns ein Gericht namens Red Red, welches aus frittierten Kochbananen und gestampften Bohnen besteht. Um 14 Uhr werden die Kinder dann zum Gebet gerufen, das den Schultag beendet. Danach geht es wieder mit dem Schulbus nach Hause. Ungefähr um 16 Ihr sind wir meistens zurück in unserem Zimmer, es sei denn es gibt Probleme mit dem Schulbus, wie zum Beispiel eine klemmende Tür.

Ein großes Highlight des letzten Monats war die Eröffnung der neuen Toilette, die vor allem bei den Kindern für große Aufregung sorgte.
Unser persönlicher Höhepunkt war jedoch die Möglichkeit unserem Alltag einmal für eine fünf tägige Reise zu entkommen. Diese Zeit nutzten wir, um den Mole National Park zu besuchen, bei welchem es sich um den größten National Park Ghanas handelt.

Dort verbrachten wir zwei aufregende Tage und Beteiligten uns an zwei beeindruckenden Safaris, bei denen wir viele verschiedene Tiere (zu unserer großen Freude auch Elefanten) beobachten konnten. Der nächste Tag brachte uns in eine Eco Village, in der wir nach einer Kanusafari eine abenteuerliche Nacht verbrachten. Ohne Strom, Wasser, Mückennetz oder Ventilator haben wir leider nicht viel Schlaf bekommen und es deshalb am nächsten Tag ruhig angehen lassen. In einem Ort Namen Larabagna, von dem aus wir wieder zurück nach Bechem gestartet sind, haben wir uns noch die älteste Moschee Ghanas angeguckt.

Nach der Reise wussten wir unser Zuhause hier in Bechem wieder richtig zu schätzen, obwohl es auch eine tolle Erfahrung war, mal eine Zeit lang ohne Strom und fließend Wasser zu leben.

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