Herbstliche Quartierpflege

Herbstliche Quartierpflege

Was gibt es aktuell am Gartenteich zu tun, welche Anforderungen stellt der flossige Besatz an seine Pflege und können schillernde Schwimmer auch bei den anstehenden Minustemperauren in ihrem Wasserreich bleiben? DAS FUTTERHAUS-Tierbeauftragter und Aquaristik-Spezialist Dominik Niemeier mit Tipps für eine behagliche Winterzeit im Fischbecken.

Herbstputz

Über das Jahr sammeln sich im Gartenteich verschiedene organische Stoffe an und sinken ab. Pflanzenreste, Laub und Fischausscheidungen können am Grund des Teiches schnell eine dicke Schlammschicht ausbilden. Im Wasser vorhandene Bakterien zersetzen die Sinkstoffe und entziehen dem Wasser Sauerstoff. In der Folge dieses chemischen Prozesses bilden sich für die Fische giftige Gase wie etwa Methan. Solange die Wasseroberfläche frei ist, können diese Gase entweichen.

Ist die Wasseroberfläche im Winter von einer Eisschicht bedeckt, können die unsichtbaren Substanzen nicht entweichen und die Fische im Teich aufgrund des auftretenden Sauerstoffmangels verenden. Das gilt es zu verhindern! Im frühen Herbst muss unbedingt der Teich gereinigt werden: Bodenschlamm lässt sich bequem mit speziellen Schlammsaugern abtragen. Dieses Arbeiten sollten unbedingt bei Wassertemperaturen über 10°C durchgeführt werden, damit die Fische nicht schon zu träge sind, um dem Reinigungsgerät auszuweichen. Spannen Sie nach der Reinigung ein Laubschutznetz über den Teich um einen übermäßigen Eintrag von Laub zu verhindern.

Winterdiät

Ab einer Wassertemperatur unter 12°C muss die Fütterung der Teichfische eingestellt werden. Fische sind wechselwarme Tiere, das bedeutet sie können, anders als Menschen, ihre Temperatur nicht selber regeln: die Temperatur im Fischkörper entspricht der Umgebungstemperatur. Je kühler das Wasser, desto weiter fährt der Stoffwechsel herunter.

Im Herbst reduzieren Fische, die in der freien Natur leben, ihre Futteraufnahme von allein. Zierfische, die an eine regelmäßige Fütterung gewohnt sind, fressen mitunter auch noch bei sehr niedrigen Temperaturen, ohne dieses Futter verdauen zu können. Das kann zu Gährungs- und Faulungsprozessen im Fischorganismus und folglich zum Tod der Tiere führen.

Teichputz

Winterdienst

Im Winter, wenn die Wasseroberfläche komplett mit Eis bedeckt ist, kann es im Teich schnell zu einem Sauerstoffdefizit kommen. Der Sauerstoffaustausch zwischen Luft und Wasser geschieht direkt an der Wasseroberfläche. Ist diese geschlossen, kann kein Austausch mehr stattfinden. Hier sollte dringend Abhilfe geschaffen werden.

Auf keinen Fall sollte ein Loch in die Eisdecke gehackt werden: die Druckwelle könnte die empfindliche Schwimmblase der Fische schädigen oder gar zum Platzen bringen. Es geht auch auf die sanfte Weise: An der tiefsten Stelle des Teichs wird langsam heißes Wasser auf das Eis gegossen, bis ein ausreichend großes Luftloch entsteht. In die offene Stelle wird nun ein Eisfreihalter eingesetzt, der ein erneutes Zufrieren der Wasseroberfläche dauerhaft verhindert.

Anschließend folgt noch ein wichtiger und oft vergessener Arbeitsschritt: Nachdem der Eisfreihalter in Position gefroren ist, werden mehrere Eimer Wasser durch die Öffnung des Eisfreihalters entnommen. So entsteht unter der Eisschicht eine mindestens 1 m2 große Luftschicht, die den Sauerstoffaustausch und eine sichere Entfernung der Faulgase gewährleistet.

Technikcheck

Alternativ oder zusätzlich zum Eisfreihalter können auch Membranpumpen eingesetzt werden, die Luft in den Teich über einen Ausströmer verbringen. Beim Montieren sollte darauf geachtet werden, dass der Ausströmer nur max. 30 cm tief im Wasser hängt. In einem Gewässer schichtet sich das Wasser im Winter: Warmes Wasser ist am Grund, kaltes Wasser an der Oberfläche. Würde der Ausströmer die tieferen Wasserschichten erreichen, käme es zu einer Durchmischung der Schichten – und die Gefahr ist groß, dass der Teich dann doch komplett zufriert.

Alle Förderpumpen, Wasserläufe und Filter, die während der Saison gute Dienste geleistet haben, sollten natürlich im Winter abgeschaltet und entnommen werden, damit die frostempfindlichen Geräte keinen Schaden nehmen.

Wärmestube

Ob Teichfische in ihrem Habitat überwintern können, hängt im Übrigen wesentlich von der Größe und vor allem Tiefe des Bassins ab. Sollte der Gartenteich über eine geringere Tiefe als 80 cm (gemessen an der tiefsten Stelle) verfügen, besteht die Gefahr, dass er bis zum Grund durchfriert – und mit ihm auch seine Bewohner. Diese sollte auf jeden Fall an einem kühlen, ruhigen Ort, etwa im Keller oder in der frostfreien Garage, überwintern. Empfindliche Zuchtformen von Goldfischen, etwa der Schleierschwanz, sollten grundsätzlich nicht im Gartenteich überwintern.

Neu und exklusiv bei DAS FUTTERHAUS
Das Teichpflege-Set von Söll, mit vier Produkten zum Vorzugspreis!

  • Teichschlamm-Entferner
  • PhosLock Algenstopp
  • 6-Wochen-Sauerstoffdepot
  • TeichFit

Das Grundpflegemittel für den Teich – sinnvolle und ideale Produkte für Herbst und Frühjahr!

(Artikel-Nr. 166102)

Teichpflegeset

Eine große Auswahl an speziellem Zubehör für Ihren Teich und Ihre flossigen Freunde finden Sie in Ihrem DAS FUTTERHAUS. Die Mitarbeiter vor Ort beraten Sie gern rund um die richtige Teichpflege.

Nie wieder aktuelle Angebote verpassen!

Top Marken

activa Classic Katze
draft logo
activa gold