Die Technik in einem Terrarium

Terrarienbewohner sind in ihrer ursprünglichen Umgebung meist extremen Klimabedingungen ausgesetzt. Für eine artgerechte Haltung sind bei der Einrichtung eines Terrariums also vor allem auf eine Heizung und das Licht zu achten.

Die Heizung

Während einige Terrarienbewohner mit der Raumtemperatur in unseren Wohnungen bereits vollkommen zufrieden sind, haben Reptilien einen deutlich höheren Wärmedarf. Diesen Tieren muss unbedingt ein warmes Plätzchen zum Aufladen der artgerechten „Betriebstemperatur“ zur Verfügung gestellt werden. Bartagamen etwa sind wie alle Reptilien Kaltblüter und müssen sich an definierten Plätzen, die mit Temperaturen zwischen 45 und 50 ° C aufwarten, wärmen. Im gesamten Terrarium sollte auch eine dauerhafte Temperatur von 28 ° C keinesfalls unterschritten werden.
Der Wärmeplatz für die Tiere kann auch als Gestaltungselement in das Terrarium integriert werden: So bietet der Zoofachhandel spezielle Heizsteine an, die den von der Sonne aufgewärmten Felsen in der Natur imitieren.
Eine weitere Alternative zur Erreichung der erwünschten Temperatur im Becken: Die „Fußbodenheizung“ fürs Terrarium. So können spezielle Heizmatten unter dem Terrarium bodenbewohnender Reptilien angebracht werden. Auch Heizkabel, die unter oder auf dem Boden des Terrariums verlegt werden, sorgen für kuschelige Wärme im Bodengrund. Wichtig: der regelmäßige Technik-Check. Die für viele Tiere lebensnotwendige Wärmelampe oder andere alternative Wärmequellen dürfen keinesfalls über einen längeren Zeitraum ausfallen. Defekte Technik sollte umgehend ersetzt werden.

Das Licht

Licht ist in der Tier- und Pflanzenwelt ein überlebenswichtiges Element. Die Beleuchtung im Terrarium ist sehr individuell zu gestalten und den natürlichen Bedürfnissen des jeweiligen Bewohners anzupassen – schließlich stammt jede Tierart aus einem anderen Teil dieser Welt, mit besonderen klimatischen und temperaturtechnischen Bedingungen. Bartagamen etwa stellen andere Bedingungen an die Ausleuchtung ihres Lebensraumes als Leguane.
Die im Terrarium installierten Leuchtkörper dienen zum Teil nicht nur als Lichtquelle, sie sorgen auch als Heizquellen für angenehme Wärme. Für eine Grundbeleuchtung des Terrariums können Leuchtstoffröhren mit einem tageslichtähnlichen Spektrum zum Einsatz kommen. Für die Sonnenplätze im Becken werden spezielle Spots eingesetzt, deren Abstand an die Temperaturbedürfnisse der Bewohner angepasst werden sollte. Der Sonnenplatz sollte zudem komplett ausgeleuchtet aus.
Einigen Reptilienarten, die ihren Ursprung in einem besonders sonnigen Land haben, sollte eine zusätzliche UV-Lampe zur Verfügung gestellt werden. Die Versorgung mit UV-Strahlung hält das Immunsystem in Schwung und bewahrt vor dem Ausbruch von Krankheiten wie der Rachitis.
Alle Leuchtmittel lassen nach längerer Betriebsdauer in der Intensität ihrer Strahlung nach. Dieser Leistungsabfall ist für das menschliche Auge kaum sichtbar, für licht- und wärmehungrige Terrarienbewohner allerdings deutlich spürbar. Tauschen Sie daher die Lampen im Terrarium vorbeugend in regelmäßigen Abständen aus. Herkömmliche Haushalts-Glühbirnen sind übrigens als Terrarienbeleuchtung ungeeignet.

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