Die Stabheuschrecke - Meister der Mimese

Ach du Schreck! Stabheuschrecken eignen sich hervorragend für die Haltung im Terrarium. Ihre verblüffende Fähigkeit sich zu tarnen, macht sie zu faszinierenden Bewohnern. Bewegt sich dort ein kleiner Ast oder handelt es sich da doch um etwas Lebendiges? Wer Stabheuschrecken hält, kann im heimischen Terrarium Evolution in Perfektion beobachten. Die Abkömmlinge der Gespenstschrecken sind Meister der Mimese und mit ihren schlanken Körpern auf den ersten Blick kaum von einem Ast zu unterscheiden. Mit wippenden Bewegungen imitieren sie täuschend echt die Bewegungen von Pflanzen im Wind. Bei Gefahr stellen sich die sechs bis neun Zentimeter großen Insekten tot. So erstarrt sind sie im Geäst ihrer freien Lebensumgebung für Fressfeinde und Menschen praktisch unauffindbar.

Haltung

Stabheuschrecken fühlen sich in einem Terrarium mit vielen Pflanzen und Klettermöglichkeiten wohl. Das Schrecken-Heim sollte unbedingt über eine Abdeckung verfügen, damit unerwünschte Ausflüge unterbunden werden. Die wendigen Insekten können zwar nicht springen, sind aber geschickte Kletterer. Damit sich Kot und gegebenenfalls auch Eier einfach einsammeln lassen, empfiehlt es sich, den Boden mit Küchenkrepp auszulegen.

Die optimale Temperatur für die Haltung von Heuschrecken liegt bei ca. 20°C. Das Terrarium sollte keiner unmittelbaren Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein oder nah einer Heizung stehen. Stabheuschrecken brauchen Feuchtigkeit, um sich problemlos häuten und wachsen zu können. Um ausreichend Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, müssen Pflanzen und Tiere im Terrarium täglich mit einer Wassersprühflasche eingenebelt werden. In einer zu trockenen Lebensumgebung können die Insekten nicht „aus der Haut fahren“ und bleiben in ihrem Chitinpanzer stecken. Bei guter Pflege werden die Tiere ein bis anderthalb Jahre alt.

Stabheuschrecke

Herkunft

Es gibt 2.500 Arten von Stabheuschrecken. Sie leben vorwiegend in den tropischen Wäldern in Vorder- und Südindien, China, Japan, sowie auf den Sundainseln. Dort bevorzugen sie Landschaften mit Strauchvegetation.

Ernährung

Stabheuschrecken sind reine Vegetarier. Sie ernähren sich von Blättern verschiedener Sträucher und Bäume, die auch in unseren Breiten zu finden sind. Zu ihren Lieblingsspeisen gehören Efeu und das Grün der Brombeere – zwei immergrüne Gehölze, die sich ganzjährig als Grünfutter ernten lassen. Die Futterpflanzen dienen den Insekten gleichzeitig als Einrichtung im Terrarium. Stabheuschrecken haben einen gesunden Appetit und müssen ständig mit frischem Grün versorgt werden. Praktisch ist ein Terrarium, in dem ausreichend Platz für die Anpflanzung einer Brombeer- oder Efeupflanze ist. Im Sommer lässt sich der Speiseplan durch das Laub von Rosen, Buchen und Linden abwechslungsreich gestalten.

Kostenlose Vor-Ort-Beratung

Das Fachpersonal in einem DAS FUTTERHAUS-Markt mit Terraristikabteilung berät Sie gerne zu sämtlichen Fragen zu Ihrem Terrarienbewohner.


Schon gewusst? Die FUTTERKARTE gibt's auch digital!

Mit unserer Kundenkarte erhalten Sie nicht nur 2 % Sofortrabatt, sondern auch exklusive Aktionen & regelmäßige Coupons mit bis zu 25 % Rabattvorteil sowie attraktive Vorteilsangebote unserer Partner.

Digitale FUTTERKARTE

Weitere tierische Tipps zur Terraristik:

Die richtige Pflege für Ihr Terrarium

by das-futterhaus-de

Immer schön sauber bleiben! Der Lebensraum von Bartagame und Co. bedarf einer regelmäßigen Pflege. Neben der Reinigung des Futterplatzes, der täglich von eventuellen Futterresten befreit werden muss, ist auch die Wasserstelle stets sauber zu halten und mit frischem Nass zu befüllen.

Die Einrichtung eines Terrariums - Terrascaping

by das-futterhaus-de

Ein Terrarium, ein wenig Sand, ein Ast und ein Reptil? Terraristik ist viel mehr! Beim Einrichten eines Reptilienheims sind der Fantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung: Artgerecht muss die Wohlfühloase für Frosch, Bartagame und Co. sein.

Das Aquaterrarium

by das-futterhaus-de

Obwohl der größte Teil der Erde mit Wasser bedeckt ist, verließen im Laufe der Evolution viele Wassertiere ihren angestammten Lebensraum und eroberten das Land. Einige von ihnen blieben dem nassen Element allerdings weiter verbunden und leben nun am Übergang zwischen Wasser und Land. Wer Tiere mit einer Vorliebe für diese Art abwechslungsreicher Wohnorte zuhause pflegen möchte, benötigt ein Aquaterrarium, eine Mischung aus Aquarium und Terrarium. Dabei ist das Verhältnis zwischen Land- und Wasserteil sehr variabel, je nachdem, welche Tiere in das Becken einziehen sollen. In der Praxis wird dann von einem Aquaterrarium gesprochen, wenn der Wasserteil mehr als die Hälfte der Grundfläche des Terrariums einnimmt.

Das Jemenchamäleon

by das-futterhaus-de
Jemenchamäleon

Eine wahre Augenweide! Aufgrund seiner relativ robusten Art und der geschmeidigen Bewegungen gehört das Jemenchamäleon zu den beliebtesten in der Terraristik gehaltenen Chamäleonarten. Die Haltung eines Chamäleons im heimischen Terrarium erfordert jedoch einige Erfahrung. Das Jemenchamäleon, ursprünglich beheimatet in Saudiarabien und im namengebenden Jemen, besiedelt unterschiedlichste Lebensräume. Ausgewachsene, männliche Tiere können eine Körperlänge von gut 50 cm erreichen, die Weibchen werden im Schnitt 30 bis 35 cm groß. Die ausgeglichenen und ruhigen Tiere können mit ein wenig Geduld durchaus handzahm werden.

Die Bartagame - Urzeitfeeling im Wohnzimmer

by das-futterhaus-de

Bartagamen stammen eigentlich aus dem warmen Australien und erfreuen sich in unseren Breiten immer größerer Beliebtheit. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Terrarium anzuschaffen, findet in den possierlichen kleinen Drachen ein mit der Zeit zutrauliches und in der Haltung relativ einfaches Heimtier.