Das Putzverhalten der Katze

Die vielzitierte „Katzenwäsche“ trägt ihren Namen völlig zu Unrecht! Unsere Stubentiger sind sogar ausgesprochen reinliche Tiere und widmen sich täglich mindestens drei Stunden lang ihrer Körperpflege. Eigentlich pflegen sich Katzen völlig allein - aber gerade langhaarige Rassen lassen sich vom Menschen gern helfen und genießen die Zuwendung und damit verbundenen Streicheleinheiten ihrer Menschen.

Kleine Katzen werden in ihren ersten Lebenswochen von der Mutter zum Putzen angeleitet. Schon mit sechs Wochen sorgen sie meist eigenständig für ein gepflegtes Äußeres. Mithilfe ihrer rauen Zunge, den Tatzen und durch ihre unglaubliche Gelenkigkeit erreichen sie dabei fast jede Stelle am Körper. Beim Schlecken imprägnieren sie gleichzeitig ihr Fell durch ein Sekret aus den Talgdrüsen und schützen es so vor Feuchtigkeit. Abgestorbene Haare bleiben dabei an der Zunge hängen, werden heruntergeschluckt und unverdaut wieder ausgeschieden.

Unterstützung durch Menschenhand

Damit sich nicht zu viele Haare im Magen ansammeln und Haarballen entstehen, kann der Halter seiner Katze bei der Fellpflege helfen. Gerade beim Fellwechsel in Frühjahr und Herbst lohnt sich das Bürsten und hat dazu noch einen positiven Nebeneffekt: Es liegen lange nicht mehr so viele ausgefallene Haare in der Wohnung herum. Außerdem ist das regelmäßige Ausbürsten ein Moment des Verwöhnens und der Nähe. Eine kleine Schmuseeinheit zum Abschluss der Pflege rundet das Wohlfühlprogramm für die Samtpfote ab.

Wenn Ihre Katze es zulässt, nehmen Sie sie auf den Schoß oder legen sie auf einen Tisch vor sich. Das Fell kurzhaariger Katzen sollte einmal pro Woche gepflegt werden. Dabei gleich auf Flöhe und Zecken achten, denn besonders Freigänger sammeln auf ihren Streifzügen gern Parasiten ein. Dafür haaren sie aber auch deutlich weniger als reine Wohnungskatzen. Langhaarige Rassen frühzeitig an das Kämmen gewöhnen. Ihr Fell neigt dazu, sich zu verfilzen und muss täglich gepflegt werden. Sind bereits Knötchen entstanden, diese vorsichtig mit den Händen lösen und erst dann weiter kämmen.

Wellness-Programm für Stubentiger

Katzen brauchen ihre Krallen zum Klettern, Beute machen und das Markieren ihres Territoriums. Im Normalfall wetzen sie sich diese beim Freigang oder an einem Kratzbaum ab. Bei älteren oder kränklichen Tieren, in seltenen Fällen auch bei Wohnungskatzen, wachsen sie aber schneller, als sie abgenutzt werden. Damit die Samtpfoten nicht ungewollt in Teppich oder Gardine hängen bleiben, müssen Krallen bei manchen Tieren auch einmal gestutzt werden.

Augen, Nase und Ohren der Katze sind sehr empfindlich. Sollte sich ein wenig „Schlaf“ an den Augenwinkeln abgesetzt haben, diesen mit einem feuchten Reinigungstuch sanft abwischen. Kleine Verkrustungen an der Katzennase lassen sich ebenfalls mit einem feuchten Tuch entfernen. Die Pflege der Katzenöhrchen übernimmt ein gesundes Tier allein. Eine Katze sollte übrigens nie während ihrer hingebungsvollen Körperpflege gestört werden: Sie wird es Ihnen in den meisten Fällen eher übel nehmen, wenn sie sich ausgerechnet während des Wellness-Programmes mit Ihnen beschäftigen soll.

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Die Kommunikationsmittel einer Katze sind vielfältig. Wir Menschen reagieren vorrangig auf ihre Lautäußerung, das Miauen. Aber auch in Mimik und Gestik lassen sich Informationen zur aktuellen Stimmungslage des Tieres ableiten. Am einfachsten für uns zu "lesen" sind Ohren, Augen und Schwanz.

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Bei schlechtem Wetter oder im Winter sind Freigänger-Katzen eher bewegungsfaul. Regen und Kälte laden nicht gerade zu ausgedehnten Spaziergängen ein und schlappe Pelztiere benötigen dringend ein wenig Motivation.