Liebestoll - Rolligkeit bei der Katze

Die meisten Hauskatzen sind mittlerweile kastriert. Das Phänomen der Rolligkeit lässt sich daher häufig nur bei Zuchttieren oder herrenlosen Katzen beobachten - ein emotionaler Ausnahmezustand für die Samtpfote. Im Sinne des Tieres kann es durchaus angebracht sein, diesem durch eine Kastration vorzubeugen.

Eine weibliche, paarungsbereite Katze zeigt meist ein auffälliges Verhalten: Sie reibt sich vermehrt an Gegenständen, ist besonders schmusig, wälzt sich auf dem Boden, rollt sich über den Rücken oder robbt mit erhobenem Hinterteil herum. Maunzende bis regelrecht schreiende Laute begleiten das Gebaren. Ein wahrer „Katzenjammer“, der bis zu sieben Tage andauert und für Tier und Mensch durchaus anstrengend ist.

Die erste Rolligkeit

Sie tritt bei Hauskatzen erstmalig mit Erreichen der Geschlechtsreife, meist in einem Alter zwischen fünf und neun Monaten, ein. Tendenziell sind Kurzhaarrassen etwas früher dran. Langhaarkatzen werden ein wenig später geschlechtsreif. Der Eintritt der Rolligkeit wird zudem durch Faktoren wie Tageslichtlänge, Jahreszeit sowie den Gesundheitszustand des Tieres beeinflusst. So legen wild lebende Katzen im Winter, ungefähr von Oktober bis Januar, eine Fruchtbarkeitspause ein und werden nicht rollig.

Wie oft?

Der Sexualzyklus der Samtpfote weist eine Besonderheit auf: Der Eisprung erfolgt nicht automatisch, sondern wird in der Regel durch einen oder mehrere Deckakte eines Katers ausgelöst. Danach tritt eine Trächtigkeit oder – wenn es zu keiner Befruchtung kam – eine Art Scheinträchtigkeit ein. Ergab sich keine Gelegenheit zur Paarung, etwa bei reinen Wohnungskatzen, so kann die Katze nach zwei bis drei Wochen erneut rollig werden.

Reine Stubentiger können daher ganzjährig, alle zwei bis drei Wochen, vom emotionalen Ausnahmezustand in Beschlag genommen werden. Frei lebende Katzen, bei denen es zu einer Trächtigkeit und Jungenaufzucht kommt, werden hingegen in der Regel nur zwei- bis dreimal im Jahr rollig.

Der beste Zeitpunkt für eine Kastration

Weibliche Katzen sollten am besten kurz vor der ersten Rolligkeit, ab einem Alter von etwa fünf Monaten, kastriert werden. Der genaue Zeitpunkt wird mit dem behandelnden Tierarzt vereinbart.

Vor der geplanten Operation erfolgt ein genauer Gesundheitscheck. Da während einer Rolligkeit die Gewebestruktur leicht verändert ist, ist in diesem Zeitraum von einer Operation abzusehen. Die immer noch zu hörende Ansicht, man solle Katzen aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund der ungestörten körperlichen und psychischen Entwicklung mindestens eine Rolligkeit oder gar das Aufziehen eines Wurfes ermöglichen, ist aus tiermedizinischer Sicht übrigens überholt und nicht zutreffend.

Was bei einer Kastration passiert

Auch wenn die Kastration inzwischen ein Routineeingriff ist und von jungen, gesunden Tieren gut vertragen wird, bleibt sie eine Operation, für die eine klare Indikation bestehen muss. Bei der Kastration der Katze werden die hormonproduzierenden Eierstöcke operativ entfernt. Das bedeutet neben der Verhinderung einer Trächtigkeit auch, dass keine Rolligkeit mehr eintritt.

Alternativen zur Kastration

In Ausnahmesituationen, die grundsätzlich mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden müssen, besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Empfängnisverhütung oder Rolligkeitsunterdrückung. Untersuchungen zeigen allerdings, dass diese ein erhöhtes Risiko für Gebärmuttererkrankungen und die Entwicklung von Gesäugetumoren birgt.

Warum eine Kastration durchaus empfehlenswert ist

Katzendamen kennen keine Wechseljahre. Sie können noch bis ins hohe Alter Junge zur Welt bringen. Eine gesundheitliche Herausforderung, die mit einer Kastration vermieden werden kann. Bei unkastrierten Wohnungskatzen besteht zudem die Gefahr, dass infolge von mehrfachen Rolligkeiten ohne Eisprung die Follikelbläschen auf den Eierstöcken zystisch entarten – bis hin zur Tumorbildung. Auch eine Dauerrolligkeit mit nur sehr kurzen Pausen zwischen den heißen Phasen ist möglich. Durch den chronisch erhöhten Hormonspiegel steigt das Risiko für Gebärmuttererkrankungen. Diese werden oft erst spät entdeckt, können aber sehr ernst verlaufen.

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