Fellpflege für Katzen

Experten schätzen, dass eine einzige Katze während ihres gesamten Lebens mehr als sieben Kilogramm Haare verliert. Besonders im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen und der warme Wintermantel der Samtpfote dringend dem leichteren, sommerlichen Haarkleid weichen muss, scheint es, dass die Katzenhaare geradezu büschelweise durch die Gegend fliegen. Besonders Langhaarkatzen benötigen Hilfe bei der Pflege ihrer schmucken Haarpracht.

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Pflege & Liebe

Die Unterstützung bei der Fellpflege kann zu einem liebevollen Ritual und gleichzeitig zur echten Qualitätszeit für die Katze werden: Beim Kämmen und Bürsten ist schließlich die volle Aufmerksamkeit auf den sich genüsslich räkelnden Schnurrer gerichtet. Bei den meisten Katzen dürfen während des Fellwechsels ruhig täglich und außerhalb der besonders haarigen Zeiten alle zwei bis drei Tage Kamm, Bürste oder Pflegehandschuh in Betrieb genommen werden – immer abhängig vom Haarkleid der Katze. Manche Langhaarkatzen sollten auch außerhalb des Fellwechsel von der täglichen Pflege profitieren dürfen.

Während der Fellpflege werden nicht nur lockere Haare entfernt: Auch die Durchblutung der Haut wird angeregt und so der Fellwechsel vorangebracht. Gleichzeitig lässt sich kontrollieren, oder die Miez etwa eine Zecke von draußen mitgebracht hat, oder - oh Schreck! - der Flohschutz eventuell nicht mehr gegriffen hat. Dann heißt es umgehend Maßnahmen zu ergreifen, die den blutsaugenden Plagegeistern den Garaus machen

Mit der Fellpflege vertraut

Im Idealfall wird mit der Fellpflege bereits im jungen Katzenalter begonnen, so ist dem Tier der Umgang mit Kamm, Bürste oder Pflegehandschuh vertraut und der Kosmetikartikel für die Katz wird nicht zum Angstgegner. Katzen, die die Fellpflege von Menschenhand noch nicht kennengelernt haben oder sich nicht wirklich gern ans Fell gehen lassen, sollten langsam und spielerisch an die wichtige Pflegemaßnahme herangeführt werden. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Katze und nutzen Sie einen Zeitpunkt, an dem Ihre Samtpfote sich auch auf die eventuell neue Situation einlassen mag – etwa am Abend, nach einem aufregenden Tag oder mehreren Stunden Freigang, mit sattem Bauch und sowieso grade in der Stimmung für ein paar Streicheleinheiten. Machen Sie aus der Fellpflege ein Ritual, sorgen Sie für eine ruhige Umgebung und lassen Sie sich von nichts und niemandem stören.


Binden Sie die Fellpflegeartikel in ein Spiel ein, lassen Sie Ihre Katze ruhig darauf herumkauen oder auch einmal die Krallen daran ausprobieren. Sind Ihnen die ersten Striche im Fell gelungen und beginnt Ihre Katze dann, sich gegen das Kämmen zu wehren, beenden Sie die Fellpflege erst einmal. Morgen ist auch noch ein Tag!

Bitte unbedingt immer in Wuchsrichtung der Haare kämmen und bürsten.
Fellpflege bei Katzen

Richtig gebürstet

Bitte unbedingt immer in Wuchsrichtung der Haare kämmen und bürsten. Kaum eine Katze schätzt es, wenn „gegen den Strich“ gearbeitet wird – das ist eher unangenehm und geht den meisten Tieren im wahrsten Sinne des Wortes auch gegen den Strich. Beginnen Sie mit dem Bürsten und Kämmen am besten an einer Körperpartie, an der Ihre Katze auch gern gekrault werden mag. Bei dem einen Sofatiger ist das der Nacken, bei einem anderen tatsächlich eher der hintere Rücken. Sensible Stellen wie etwa Bauch oder Beine lassen Sie zu Anfang besser aus. Hier braucht es meist ein inniges Vertrauensverhältnis, bis Frauchen oder Herrchen auch dort ans Werk gehen können. Hat sich die Katze erstmal an die Fellpflege bzw. Kamm, Bürste oder Pflegehandschuh gewöhnt, wird sie die innigen Streicheleinheiten mit Sicherheit genießen und diese vielleicht auch irgendwann von sich aus einfordern.



Das richtige Accessoire zur Fellpflege

 Ganz wichtig bei der Auswahl des Pflege-Werkzeugs: Es sollte zum einen an die Länge und zum anderen auch an die Dichte des Fells angepasst sein. Zinken und Borsten von Kamm oder Bürste müssen abgerundet sein, damit diese die empfindliche Katzenhaut nicht verletzen.
Für Katzen mit kurzem Fell eignen sich Bürsten mit vielen, weichen Borsten. Bei Langhaarkatzen mit dichtem Deckhaar bieten sich Bürsten mit weniger, längeren und mittelharten Borsten an. Bitte beim Kämmen nicht ziehen oder zerren und die zu kämmenden Haare mit einer Hand ein wenig festhalten – wir wissen schließlich selbst, wie unangenehm es ist, wenn´s beim Kämmen „ziept“.


Freigänger-Katze

Gesundheitscheck einbinden

Wenn Sie Ihr Tier schon so dicht bei sich haben, können Sie auch gleich einen kleinen Gesundheitscheck der Katze von Kopf bis Schwanzspitze vornehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Kontrolle der Pfoten, der Blick in die Öhrchen und – falls Ihre Katze Ihnen soweit vertraut – der Blick ins Maul, auf Zahnfleisch und Gebiss. Unser Tipp: Sollte die Fellpflege doch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, das Tier zwischendurch einfach nur sanft streicheln oder an der Lieblingsstelle kraulen, das sorgt für wohlige Entspannung. Vielleicht fällt nach dem Bürsten ja auch noch ein Leckerli für den frisch ondulierten Liebling ab – schließlich stärken kleine Geschenke die Freundschaft und sorgen für eine noch intensivere Bindung zwischen Mensch und Tier.

Vorsichtig entwirren

Freigänger mit etwas längerem Haar bringen von ihren Streifzügen durch die Botanik auch gern das eine oder andere Pflanzenteil mit nach Hause. Besonders anhänglich im Katzenfell sind unter anderem die Früchte des Klettenlabkrauts: Sie haften auf menschlicher Kleidung ebenso perfekt wie im Katzenkleid. Gerade bei Katzen mit längeren Haaren sollten die grünen Perlen schnell entfernt werden, damit sich aus einem kleinen Fellknubbel nicht eine große verfilzte Stelle im Fell bildet, die nur mühsam oder nur noch mit Hilfe einer Schere zu entfernen ist.
Kleinen, filzigen Stellen bitte grundsätzlich nicht gleich mit Kamm und Bürste zu Leibe rücken: das Haarbüschel am besten erst einmal vorsichtig mit den Fingern lösen und eventuell im Fell eingeschlossene Fremdkörper entfernen. Sitzt die verklettete Stelle nicht allzu fest, kann sie auch mit einem speziellen Fell-Entwirrer gelöst werden. 

Das Fell - Spiegel des Gesundheitszustands

Stellen Sie fest, dass sich Ihre Katze auffallend häufig, ausdauernd oder besonders intensiv putzt, sodass auch kahle, gerötete oder schuppige Stellen im Fell oder auf der Haut auftreten, sollten Sie der Sache schnellstmöglich auf den Grund gehen und auch den Tierarzt zu Rate ziehen. Ursache für das auffällige Putzverhalten könnte eventuell eine allergische Reaktion sein, die wiederum verschiedene Gründe haben kann. So könnten Freigänger draußen auf einen allergenen Stoff oder Pflanzenteile getroffen sein, die eine Kontaktallergie ausgelöst haben. Auch das Futter können Schuld am Juckreiz sein, wenn  Unverträglichkeiten gegenüber einzelnen Bestandteile der Nahrung auftreten. Besonders unangenehmen Juckreiz verursachen auch Parasiten wie Flöhe, Zecken oder auch Milben. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützt auch ein gesundes und schönes Katzenfell. Eine artgerechte und auf die aktuelle Lebenssituation sowie besondere Herausforderungen wie etwa gesundheitliche Probleme abgestimmte Ernährung spiegelt sich im Inneren und Äußeren Ihres Tieres wider.  Achten Sie bei der Auswahl des Katzenfutters auf gesunde, ausgewogene Inhaltsstoffe und hochwertiges Eiweiß, bzw. einen hohen Fleischanteil. 

Zu viele Haare sind eine Belastung

Besonders reine Stubentiger schätzen die Hilfe beim Ausziehen der überflüssigen Kleidung. Im Gegensatz zu Freigängern, die viel an der frischen Luft unterwegs sind, sich auch einmal durch Unterholz schlagen und dabei viele lockere Haare an Pflanzen und Ästen abstreifen, haben Wohnungskatzen meist nicht so viele Möglichkeiten, den störenden Pelz ein wenig auszudünnen. Hier muss das Tier selbst putzen und wie bei der Fellpflege nach Katzenart üblich, wird es dabei auch eine mehr oder minder große Menge an Haaren verschlucken. Kleine Haarmenge werden im Normalfall auf natürlichem Weg ausgeschieden.

Sammeln sich zu viele Haare im Katzenmagen an, werden diese als Haarballen von den Tieren erbrochen, das passiert im Normalfall etwa alle ein bis zwei Wochen. Wird das Haaraufkommen zu groß und können die Haarballen nicht mehr erbrochen werden, kann das der Katze im wahrsten Sinne auf den Magen schlagen - und ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Frisches Katzengras oder Grasbits, in manchen Fällen auch eine spezielle Malzpaste für Katzen, können den Tieren dabei helfen, abgeschluckte Haare auf natürlichem Weg loszuwerden. Katzengras ist eine der wichtigsten Nahrungsergänzungen für Katzen und sollte diesen auf jeden Fall in frischer oder getrockneter Form zur Verfügung stehen.

Kostenlose Vor-Ort-Beratung

Welche Bürste, welcher Kamm oder ob es doch ein Pflegehandschuh zur Fellpflege sein darf, hängt von der Dichte des Fells und der Haarstruktur Ihrer Katze ab. Lassen Sie sich auch zur gesunden und artgerechten Ernährung Ihrer Katze in Ihrem DAS FUTTERHAUS-Markt beraten!


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