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Schilddrüsenerkrankung bei Hunden

Die Schilddrüse ist verantwortlich für wesentliche Funktionen im Gesundheitssystem von Hunden. Umso wichtiger, dass dieses Organ gut funktioniert. Tierärztin Dr. Regine Rottmayer über Funktionsstörungen der in der Nähe des Kehlkopfes gelegenen Drüse.

Die Schilddrüse: Kleines Organ mit wesentlicher Wirkung

Die Schilddrüse produziert Hormone, die an nahezu allen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt sind und nimmt somit wesentlichen Einfluss auf die Verwertung von Zucker, Fett und Eiweißen sowie dem Energiestoffwechsel der Körperzellen. Auch wichtige Herz-Kreislauf-Funktionen, die Verdauung sowie Wachstum und Entwicklung des Organismus werden von der Schilddrüse beeinflusst. Die frühe Erkennung einer Erkrankung des kleinen Organs, ob Über- oder Unterfunktion, ist wichtig, um gesundheitlichen Folgeschäden vorzubeugen.

Schilddrüsenerkrankung bei Hunden

Die Schilddrüse: Kleines Organ mit wesentlicher Wirkung

Die Schilddrüse produziert Hormone, die an nahezu allen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt sind und nimmt somit wesentlichen Einfluss auf die Verwertung von Zucker, Fett und Eiweißen sowie dem Energiestoffwechsel der Körperzellen. Auch wichtige Herz-Kreislauf-Funktionen, die Verdauung sowie Wachstum und Entwicklung des Organismus werden von der Schilddrüse beeinflusst. Die frühe Erkennung einer Erkrankung des kleinen Organs, ob Über- oder Unterfunktion, ist wichtig, um gesundheitlichen Folgeschäden vorzubeugen.

Schilddrüsenunterfunktion

Es ist in der Regel schwierig, die Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion herauszufinden. Auslöser können chronische Entzündungsprozesse sein, die zum Funktionsverlust führen. Ebenso kommt es vor, dass Antikörper gegen die eigene Schilddrüse gebildet werden. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Jodanteil kann einer Unterfunktion vorbeugen. Wichtig ist auf jeden Fall die frühzeitige Erkennung der Krankheit, die gehäuft bei älteren Hunden auftritt.

Anzeichen

Die betroffenen, meist etwas betagteren Tiere fallen in der Regel dadurch auf, dass sie träge und antriebslos wirken. Dieses Verhalten wird oftmals als typische Alterserscheinung abgetan: Die Vierbeiner nehmen zu und bekommen ein dünneres, manchmal direkt schütteres Haarkleid. Symmetrische Haarverluste, ein „nackter" Schwanz sowie insgesamt trockene und schuppige Haut sind weitere Hinweise. Das Krankheitsbild kann sehr vielfältig und unspezifisch sein, da nahezu alle Organe in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Diagnose

Ältere Tiere sollten auf jeden Fall regelmäßige Routinekontrollen beim Tierarzt absolvieren. Im Rahmen einer Blutuntersuchung können auch die Schilddrüsenwerte bestimmt werden. Sollten sich hier Auffälligkeiten zeigen, werden weitere Funktionstests durchgeführt. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss anderer Krankheiten, die ähnliche Symptome hervorrufen können. Ergänzend kann eine Ultraschalluntersuchung stattfinden, bei der ein prüfender Blick auf das im Bereich des Kehlkopfes gelegene Organ geworfen wird.

Therapie und Prognose

Die durch die Unterfunktion fehlenden Hormone können einem vierbeinigen Patienten in Form von Medikamenten zugeführt werden. Erste Verbesserungen des Gesundheitszustands sind bereits nach wenigen Wochen zu erwarten.
Bis jedoch alle Symptome, insbesondere Hautveränderungen, wieder verschwunden sind, können mehrere Monate vergehen. Blutwerte und Behandlungserfolg müssen regelmäßig im Abstand von einigen Monaten kontrolliert werden. Wird die Behandlung konsequent durchgeführt, wird auch ein Tier mit Schilddrüsenunterfunktion seine volle Lebensfreude zurückbekommen. Die Schilddrüsenunterfunktion betrifft in der Regel Hunde mittleren bis höheren Alters. Größere Rassen scheinen häufiger anfällig für eine Unterfunktion zu sein als kleinere Rassen.

Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktionen treten beim Hund eher seltener auf. Auch hier sind die Auslöser weitgehend unklar. Allerdings stehen verschiedene Umwelteinflüsse immer wieder im Verdacht, die Krankheit auszulösen. Es sind meist gutartige Knoten im Organ, die dazu führen, dass vermehrt Schilddrüsenhormone produziert werden und so der Stoffwechsel auf Hochtouren läuft.

Anzeichen

Über eine Schilddrüsenüberfunktion sollte nachgedacht werden, wenn Vierbeiner trotz guten Appetits abnehmen. Einige Tiere fressen oftmals hastig und erbrechen sich im Anschluss wieder, auch Durchfälle und/oder vermehrte Kotmengen kommen vor. Die Tiere erscheinen nervös und werden möglicherweise als zunehmend aggressiv wahrgenommen.

Diagnose

Durch Abtasten kann dem Tierarzt bereits eine Vergrößerung der überproduzierenden Schilddrüse auffallen. Zeigt sich eine Auffälligkeit, werden die Blutwerte inklusive der Schilddrüsenhormonwerte bestimmt. Mitunter sind zur Abklärung wiederholte Untersuchungen erforderlich. Knoten im Organ können im Ultraschall dargestellt werden. Wird eine Schilddrüsenüberfunktion in einem frühen Stadium erkannt, kann unter entsprechender Behandlung durchaus eine recht gute Prognose gestellt werden.

Therapie

Es kann sein, dass die die Überfunktion auslösenden Knoten chirurgisch entfernt werden müssen. Der Tierarzt wird die Entscheidung hierfür im Zusammenhang mit dem damit verbundenen Narkoserisiko und anderen Einflussfaktoren treffen.
Oft fällt die Entscheidung von Besitzern und Tierarzt auf eine medikamentöse Eindämmung der Produktion der Schilddrüsenhormone. Die Verträglichkeit der Medikamente muss dabei gut geprüft werden, da eine lebenslange Behandlung erforderlich ist. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind auch hier erforderlich.

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