Grillen mit dem Hund

Laue Sommerabende, gesellige Runden auf der Terrasse oder im Park: Die Grillsaison ist eröffnet. Die gerösteten Köstlichkeiten sind allerdings nichts für den Hundemagen!

Hach, wie das duftet

Gut gewürzte Würstchen und scharf marinierte Steaks, tropfendes Fett auf glühenden Holzkohlen: Da nimmt wohl jeder Hund sofort die Fährte auf! Im Hundemagen landen sollte das Grillgut aber auf keinen Fall, da sein Verzehr Reizungen des Magen-Darm-Traktes, Erbrechen oder Durchfälle, bis hin zu Entzündungen des Darmes bewirken kann, die Nieren können angegriffen werden. Auch die von Herrchen bereits abgenagten Knochen sollten für den Hund auf jeden Fall tabu sein.
Aufgepasst, wenn rohes Fleisch vom Schwein auf dem Rost wartet: unbedingt aus der Reichweite des Vierbeiners nehmen, bevor sich dieser unerlaubter Weise am Teller bedient. Schweinefleisch, ob roh oder nur halb gar, kann den Erreger der sogenannten Pseudowut, auch Aujeszkysche Krankheit, in sich tragen - auch wenn diese in Deutschland seit einigen Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Ihr Erreger stammt aus der Familie der Herpesviren und ist für uns Menschen ungefährlich. Infiziert sich jedoch der Hund, wird die Krankheit tödlich enden, eine Vorsorge-Impfung für den Vierbeiner gibt es nicht.

Grillen mit dem Hund

Auf glühenden Kohlen

Die Hundenase auf dem heißen Grill, beißende Rauchschwaden in treuen Hundeaugen - manches Mal ist die Gier einfach größer als der Verstand. Idealer Weise stellen Sie den Grill so auf, dass der Vierbeiner (und auch kleine Kinder) keinen direkten Zugang zu ihm bekommen - und ebenfalls vom Qualm verschont bleiben.
Auch nach Ende des Garprozesses gehen für die Hundenase verlockende Düfte vom Grillrost aus. Unbedingt wegstellen und sichern, denn Grillkohle bleibt auch noch nach Stunden heiß und birgt die Gefahr schmerzhafter Verbrennungen.
Quark und Dips, Brot und Salate sollte ebenfalls so aufgestellt werden, dass Hund sich daran nicht verlustieren kann. Besonders das Thema Knoblauch und Zwiebeln kann Bella und Bello mehr als nur auf den Magen schlagen und Vergiftungserscheinungen auslösen.

Und führe mich nicht in Versuchung...

Sie nehmen Ihren Hund mit zur Grilleinladung beim Nachbarn? Kein Problem mit der richtigen Vorbereitung. Sollte es nicht zu heiß sein, machen Sie vor dem Besuch noch einen ausgiebigen Spaziergang mit dem Vierbeiner, lasten Sie ihn aus, spielen und toben Sie mit ihm herum, bis die erste Müdigkeit einsetzt. Passt es zeitlich in den Futterplan, reichen Sie dem Tier noch seine Mahlzeit. Müde, satt und zufrieden wird sich das Tier eher ein schattiges Plätzchen für süße Träume suchen, als bettelnd vor den Tellern der anderen Gäste zu sitzen.
Nun gibt es ja Hunde, die immer essen können: Wer sich so gar nicht mit energischen Worten auf den Hundeplatz verweisen lässt, braucht alternative Beschäftigung. Hier hilft Beschäftigung, entweder mit einem attraktiven Spielzeug oder auch einem leckeren Kauknochen, der einen ganzen Grillabend lang für Freude beim Vierbeiner sorgt.

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