Nix kapito

Sprachstörung Kaninchen und Meerschweinchen

Kaninchen und Meerschweinchen in einer WG? Schlechte Idee: Verständigungsprobleme und unterschiedliche Lebensgewohnheiten stehen einem harmonischen Zusammenleben im Wege. Unterschiedlicher können die Herkunftstländer von Kaninchen und Meerschweinchen kaum sein. Die Vorfahren unserer domestizierten Langohren wurden vor rund 3000 Jahren von phönizischen Seefahrern aus dem heutigen Spanien mitgebracht. Meerschweinchen hingegen kommen aus Südamerika und wurden im 16. Jahrhundert nach Europa importiert. Kein Wunder, dass diese beiden Tiergruppen so grundlegend verschieden sind.

Kaninchensprache

Schrei mich nicht an!

Das Sprachproblem steht bei einer gemeinsamen Haltung von Meerschweinchen und Kaninchen deutlich im Vordergrund. Während kleine Langohren in erster Linie durch Körpersprache und Duftstoffe miteinander kommunizieren, geht es in Familie Meerschwein hoch her: Zirpen, Pfeifen, Quieken und Glucksen – Meerschweinchenkommunikation ist laut, vielfältig und ein wichtiger Punkt im Familienverband. 

Da können Langohren nicht mithalten – geschweige denn antworten. Zum einen ist die ständige Lärmbelästigung aus der Meerschweinchenkehle ein echter Stressfaktor für jedes Kaninchen. Zum anderen beschränkt sich ihre Lautsprache in der Regel auf leise Brummtöne oder Zähneknirschen. Nur im Zustand höchster Angst stoßen die ruhigen Tiere einen hohen und lauten Schrei aus, als Drohgebärde wird auch schon einmal geknurrt oder gefaucht.

Lass´ mich in Ruhe!

Ist der eine müde, möchte der andere lieber spielen. Kaninchen und Meerschweinchen haben völlig unterschiedliche Ruhe- und Aktivphasen. Langohren sind eher dämmerungs- bis nachtaktiv und schätzen das ausgiebige Schläfchen am hellen Tag. Meerschweinchen hingegen sind auch tagsüber höchst aktiv. Auch die Körpersprache der beiden Tiergruppen passt nicht zusammen. Nähert sich das Kaninchen mit angelegten Ohren und gesenktem Kopf, sucht es Anschluss. Das Meerschweinchen hingegen versteht diese Geste als aggressive Anmache, fängt warnend an, mit den Zähnen zu klappern und flüchtet. Zähneklappern heißt in der Kaninchensprache allerdings „Ich fühle mich wohl“. Wie sollen die beiden Nager so auf einen Nenner kommen? Ein glückliches Kaninchen- oder Meerschweinchen-Leben, mit erfüllender Kommunikation und einem artgerechten Sozialgefüge, ist nur innerhalb einer Gattung möglich. Kaninchen und Meerschweinchen sollten immer mit wenigstens einem Sozialpartner der eigenen Art gehalten werden.

Hase auf der Wiese

Was knabberst du so?

Bereits im Frühjahr sollten Sie Ihre Kaninchen langsam an den Verzehr frischen Grünzeugs gewöhnen.

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