Katzenschnurren

Katzenschnurren

Schnurrdiburr!

Schnurrt die Katze, geht es ihr gut – meint man. Doch das Schnurren ist weitaus mehr als ein Zeichen des Wohlgefallens. Neben der Kommunikation dient das Brummen auch der Selbstheilung des Katzenkörpers.

Schon wenige Tage alte Katzenwelpen haben es drauf: Sie schnurren, was das Zeug hält. Eine Gabe, die sie nicht einmal von ihren Eltern erlernen müssen. Das von Samtpfote zu Samtpfote sehr individuell klingende Brummen ist der Katze bereits in die Wiege gelegt. In Verbindung mit einem sanften Pföteln gegen den Bauch der Mutterkatze regen die Kleinen den Milchfluss ihrer Mutter an. Mama Katz schnurrt beim Stillen sanft zurück und vermittelt ihrem Nachwuchs ein Gefühl der Geborgenheit.

Ein Geräusch für alle Fälle

Eine schnurrende Katze fühlt sich meist wohl und hat gute Laune. Unsere Samtpfoten schnurren aber auch zur eigenen Beruhigung, etwa wenn sie krank sind oder bei der anstrengenden Geburt ihrer Jungen.

Eine ängstliche oder erschrockene Katze streicht auch schon einmal schnurrend um die Beine ihrer Bezugsperson um ihr mitzuteilen, dass sie Hilfe braucht: „Bitte, schenke mir deine Aufmerksamkeit!“ Manche Katzen schnurren aber auch aus purer Berechnung: „Los, gib mir etwas zu fressen – ich bin doch dein Liebstes ...“ Wer kann da schon widerstehen?

Wohlfühl-Frequenz

Das tiefe Brummen kann auch therapeutischen Nutzen haben: Stressgeplagte Menschen kommen in der Gegenwart einer gemütlich schurrenden Miez meist zur Ruhe, nachweislich sinkt erhöhter Blutdruck.

Mit einer Frequenz zwischen 25 und 50 Hertz liegt die angenehme Katzenmusik nämlich in einem Bereich, der dem menschlichen Ohr besonders gut gefällt und für die Ausschüttung von Serotonin sorgt. Ohne dieses Glückshormon sind Mensch und Tier schlecht drauf. Serotonin lässt sich dem Körper nicht von außen zuführen, sondern wird ausschließlich direkt im Gehirn produziert.

Kein Wunder, dass auch die tiergestützte Psychotherapie vielerorts auf samtpfotige Mitarbeiter setzt. Menschen, die unter Depressionen, verschiedensten mentalen Störungen oder auch Migräneanfällen leiden, profitieren von den stimmungsaufhellenden Vibrationen und der Entspanntheit, die eine zufriedene Katze ausstrahlt. In der Ruhe liegt die Kraft.

Katze schnurrt auf Decke

Heilsame Vibrationen

Katzen erholen sich deutlich schneller von Verletzungen als andere Vierbeiner. Eine Tatsache, die bereits durch wissenschaftliche Studien belegt worden ist. Nach Forschungen des „Fauna Communications Research Institute“ in North Carolina, USA, unterstützen die den Katzenkörper durchziehenden Schnurr-Vibrationen das Knochenwachstum. Besonders nach Brüchen ist die „kätzische Musiktherapie“ eine feine Sache – Selbstheilung auf Katzenart und vielleicht sogar verantwortlich für mindestens eines der sprichwörtlich sieben (oder gar neun) Leben einer Katze?

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