Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Erkältung Hund Katze

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Winterzeit – Erkältungszeit: Mensch niest, hustet und schnupft, rote Nasen stehen derzeit nicht nur bei Rudolph hoch im Kurs. Darf der vom grippalen Infekt gebeutelte Zweibeiner jetzt noch bedenkenlos mit seinem tierischen Hausgenossen kuscheln oder ist es doch besser, gebührenden Abstand zu halten?

Eine relativ beruhigende Antwort auf diese Frage gibt die für TASSO e.V. tätige Tierärztin Dr. Anette Fach: „Die Ansteckungsgefahr zwischen Mensch und Tier ist bei typischen menschlichen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber äußerst gering.“

Hund Husten, Schnupfen

Sollten Ihr Hund oder Ihre Katze allerdings Symptome aufweisen, die einer menschlichen Erkältung sehr ähnlich sind, etwa erhöhte Körpertemperatur, eine triefende Nase oder Husten, sollten Sie aufmerken: Ihr Vierbeiner könnte sich verkühlt und einen leichten Infekt eingefangen haben – oder aber ernsthaft krank sein. Auf geht´s zum Tierarzt, denn die Unterschiede zwischen einer „normalen“ Erkältung und dem hochgradig ansteckenden Zwingerhusten oder einem wesentlich gefährlicheren Katzenschnupfen sind für den Laien auf den ersten Blick nur schwer zu unterscheiden.

Diagnostiziert Ihr Tierarzt „nur“ eine Erkältung, wird er mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob und welche Medikamente den Heilungsprozess unterstützen können. Ansonsten helfen Ruhe, ein wohlig warmes Plätzchen zum Ausruhen sowie eine leichte und vitaminreiche Kost. Wer gesundheitlich angeschlagen ist, dem schmeckt auch das Futter nicht mehr so gut. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner in der Genesungszeit daher sein erklärtes Lieblingsfutter an. Trinken ist jetzt besonders wichtig. Tierischen Wassermuffeln können Trinkbrunnen ein Anreiz sein, mehr kühles Nass aufzunehmen. Liebevolle Zuwendung und Pflege von Herrchen und Frauchen unterstützen den Heilungsprozess.

Zwingerhusten und Katzenschupfen

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund von dieser Infektionskrankheit betroffen sein könnte, sollten Sie Ihren Vierbeiner schnellstmöglich beim Tierarzt vorstellen. „Lautes, bellendes Husten, Niesen und Würgen beim Hund können auf eine Ansteckung mit einem Virushusten, den sogenannten „Zwingerhusten“,  hindeuten. Dieser wird von Hund zu Hund übertragen“, klärt Dr. Fach auf.

Gegen den ansteckenden Zwingerhusten kann der Hund vorbeugend geimpft werden: „Diese Impfung wird vor allem für Tiere mit viel Kontakt zu anderen bellenden Vierbeinern empfohlen. Virushusten ist bei vielen Tierärzten auch Bestandteil der turnusmäßig anstehenden Hundeimpfung. Auch wenn diese Impfung keinen vollständigen Schutz vor der Erkrankung bieten kann: die Symptome fallen im Erkrankungsfall deutlich milder aus“, fasst die Veterinärmedizinerin zusammen.

Hund beim Arzt
Katze Husten Schnupfen

Katzen, die unter Entzündungen der Atemwege und Augen leiden, könnten sich schlicht und einfach verkühlt haben – oder unter einem Katzenschnupfen leiden. „Diese Symptome sollten nicht unterschätzt werden“, warnt die Tierärztin. Katzenschnupfen kann sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln und im schlimmsten Fall sogar zum Ableben des Tieres führen. Auch hier gilt es, die Mieze umgehend zum Tierarzt zu bringen und behandeln zu lassen.

Um einem Katzenschnupfen vorbeugend zu begegnen, stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Allerdings schützen auch diese leider nicht zu 100 Prozent vor einer eventuellen Ansteckung. Ein guter und lang bestehender Schutz entsteht durch eine sorgfältige Grundimmunisierung und wiederholte Nachimpfung der Tiere. Gemäß den Empfehlungen der ständigen Impfkommission Vet. sollten Katzenwelpen mit der 8., 12. und 16. Woche und dann jährlich weiter geimpft werden“, so die Tierärztin.

„Die Unsicherheit bei den Tierhaltern ist oft groß. Darum empfehlen wir, sich zum Wohl der Tiergesundheit rechtzeitig mit dem Tierarzt seines Vertrauens in Verbindung zu setzen“, weiß auch Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.

Weitere Informationen zum Thema Katzenschnupfen und Zwingerhusten erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt oder auch im Wissensportal auf der TASSO-Homepage: www.tasso.net/Service/Wissensportal/Medizin - einfach mal reinklicken!