Welcher Hund passt zu mir?

Welcher Hund passt zu mir?

Welcher Hund passt zu mir?

Ein Hund ist eine ungemeine Bereicherung fürs Leben, denn Zuwendung und Zeit, die der Halter in seinen bellenden Hausgenossen investiert, wird vom Vierbeiner mit bedingungsloser Liebe und Loyalität beantwortet. Wie aber den richtigen Hund finden?

Rassehund oder Mischling?

Überlegen Sie sich in aller Ruhe und vielleicht auch im Familienrat, welche Hunderasse am besten zu Ihnen passt. Kriterien wie etwa der Wohnort, die zur Verfügung stehende Zeit oder auch die Auslaufmöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle. Eine Dogge etwa ist in einer kleinen Wohnung eher schwierig zu halten, ein Jagdhund wird mit einer Gassirunde, die nur einmal um den Block führt, nicht ausgelastet sein. Möchten Sie Aktivitäten wie Agility oder Obedience mit Ihrem neuen Compagnon ausüben, ist ein Mops vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl. Zudem sind nicht alle Rassen für Neulinge in Sachen Hundehaltung geeignet. Bestimmte Wesenszüge erfordern eher die führende Hand eines erfahreneren Hundehalters.

Hundewelpe Jack Russel

Lieber Welpe oder erwachsener Hund?

Wenn Sie Ihren Welpen vom Züchter abholen, ist der Kleine meist erst rund elf Wochen alt und noch voll in der Sozialisierungsphase. Er hört nicht immer auf seinen Namen und ist wahrscheinlich auch noch nicht ganz stubenrein. Das bedeutet für den Zweibeiner eine große Aufgabe, denn ab sofort gilt es, die Erziehung Tag für Tag liebevoll und konsequent umzusetzen.

Ein erwachsener Hund dagegen ist meist ruhiger und abgeklärter, bereits erzogen und stubenrein. Er kann nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit im neuen Heim auch schon einmal für ein paar Stunden allein bleiben.

Wenn möglich, besuchen Sie Ihren neuen vierbeinigen Hausgenossen vor seinem Umzug bei seinem Vorbesitzer und erfahren Sie so, welche Liebenswürdigkeiten und Marotten ihn auszeichnen. Erziehungsfehler oder Gewohnheiten, die Ihnen als neuem Besitzer eventuell nicht so gut in den Kram passen, lassen sich beim erwachsenen Hund allerdings nur mit viel Aufwand wieder ausmerzen.

In jedem Fall, ob ein junges oder erwachsenes Tier bei Ihnen einzieht, sind Konsequenz, Liebe und Geduld, vor allem in der Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause, von Ihnen gefragt.

Rüde oder Hündin?

Hündinnen wird oft nachgesagt, ruhiger, sanfter und auch anhänglicher zu sein als ihre männlichen Artgenossen. Rüden gelten häufig als willensstark und dominant und möchten gern ihre Position im Rudel behaupten, daher brauchen sie eine geradlinige Erziehung. Doch bei all diesen Eigenschaften gilt: sie sind von Hund zu Hund und von Rasse zu Rasse unterschiedlich.

Was Sie außerdem bedenken sollten, bevor Sie sich für das Geschlecht Ihres zukünftigen tierischen Begleiters entscheiden: Unkastrierte Hündinnen sind in der Regel zweimal pro Jahr läufig. Das bedeutet, das Hundemädchen mehrere Wochen vor den Avancen paarungswilliger Hundeherren zu schützen. Unkastrierte Rüden begeben sich bei passender Gelegenheit gern auf Wanderschaft, wenn der Duft der großen weiten Welt ihnen allzu anregend in die Nase steigt. Nach einer Kastration allerdings wird das Leben meist insgesamt wieder ruhiger.

Familienhund

Tierheim oder Züchter?

Sehen Sie sich nach Ihrem neuen Wegbegleiter in jedem Fall auch in einem Tierheim um – keine Angst vor einem „gebrauchten“ Hund! Viele Tiere werden dort aufgrund veränderter Lebensumstände untergebracht und nicht, weil ihr Vorbesitzer nicht mit ihnen klargekommen ist oder sie vermeintlich unfreundlich sind.

Besuchen Sie den von Ihnen ausgewählten Hund mehrmals, freunden Sie sich mit ihm an, gehen Sie mit ihm spazieren. Sprechen Sie auch mit den Betreuern im Tierheim über seine Vorgeschichte, wägen Sie ab, ob der Vierbeiner zu Ihnen und Ihrer Familie passt und Sie auf seine lebenslange Betreuung und Erziehung eingestellt sind.

Falls Sie sich für einen Welpen aus Züchterhand entscheiden, sollten Sie dessen Seriosität genau unter die Lupe nehmen. Ein guter Züchter ist ein wahrer Kenner der von ihm betreuten Rasse und kann Ihnen genaue Auskunft über Anforderungen und auch Wesen der Tiere geben. Er weiß einzuschätzen, ob der von Ihnen begehrte Vierbeiner zu Ihnen passt.
Idealerweise ist der Züchter Mitglied in einem dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossenen Rassezuchtverein. Nutzen Sie die Möglichkeit, den tierischen Nachwuchs noch im Haus des Züchters mehrfach zu besuchen und eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. So wird dem Kleinen der Umzug in sein neues Heim leichter.