Pollen-Allergie beim Vierbeiner

Pollen-Allergie bei Tieren

Olle Polle!

Der Pollenflug kann auch Hund und Katze ganz schön zu schaffen machen. Unser Tierischer Tipp diesmal zum Thema „Allergie beim Vierbeiner“.

Hundetreff Park

Die Symptome einer Pollenallergie beim Tier...

sind die gleichen wie bei uns Menschen. Der Vierbeiner niest ständig, die Atemwege schwellen an. Im schlimmsten Fall können asthmaähnliche Erscheinungen bis hin zu Atemnot beobachtet werden. Dazu kommen Schwierigkeiten bei der Lautäußerung, weil Kehlkopf und Stimmbänder geschwollen sind. Oftmals tränen die Augen, rote und verklebte Augen sind Symptome einer Bindehautentzündung.

Dieselben allergenen Stoffe

Grundsätzlich können unsere unsere tierischen Mitbewohner auf dieselben allergenen Stoffe wie wir Zweibeiner reagieren. Im Übrigen können so gut wie alle Stoffe Allergien verursachen, sowohl beim Menschen als auch beim Tier. Außerdem gibt es Stoffe, die Allergien triggern: Das heißt, der Körper neigt nach Kontakt mit diesen Stoffen eher zu allergischen Reaktionen.

Bekannte Allergien bei Hunden und Katzen

Unsere Vierbeiner können auf eine Vielzahl von Stoffen allergisch reagieren. Beim Tierarzt getestet werden kann etwa auf Milben, Schimmelpilze, Malassezien (Hefepilze) und Streptokokken sowie Flohspeichel und verschiedene Futterbestandteile.
Allergenes Potenzial haben auch viele Pflanzen: Birke, Erle, Eiche, Haselstrauch, Ulme, Buche, Pappel, Ahorn und Weide – um nur einige zu nennen, die in großer Zahl in unseren Gärten zu finden sind. Im Sommer kommen dann auch noch die ganzen Gräser hinzu. Nicht zu vergessen den Roggen und Wildkräuter wie Sauerampfer, Beifuß, Spitzwegerich, Brennnessel und viele mehr. Die Liste ist sehr lang...

Eine Allergie erkennen

Bei der Klarstellung, ob das Unwohlsein des Vierbeiners tatsächlich auf einer allergischen Reaktion - etwa gegen Blütenpollen - beruht, kann der Tierarzt helfen. Je nach Allergietyp können verschiedene Testverfahren angewandt werden. Am häufigsten wird ein Bluttest angewendet, bei dem Antikörper gegen allergene Substanzen deutlich nachgewiesen werden können. Möglich sind bei Hund und Katze auch die aus der Humanmedizin bekannten Pricktests: Diese werden vorwiegend bei allergischen Hautreaktionen angewendet. Alternative Therapiemethoden bieten außerdem einen Allergietest im Bioresonanz-Verfahren an.

Auspowern auf der Hundewiese

Dem Tier das Leben erleichtern

Nach festgestellter Allergie sollte der Tierhalter unbedingt mit seinem Veterinär sprechen und sich eine individuelle Notfallapotheke für sein Tier zusammenstellen lassen. Leider bringen oft nur Antihistaminika wie Kortikoide, die die Entzündungsreaktionen wie das Anschwellen der Bindehaut oder den Juckreiz der Haut verhindern oder abmildern, dem Tier Erleichterung.

Allergiker auf zwei Beinen kennen mit Sicherheit die jetzt folgenden Tipps: Es hilft eigentlich nur, Allergene zu vermeiden, indem die „Flugzeiten“ der Pollen bei allen Aktivitäten berücksichtigt und die Fenster geschlossen oder mit Allergiker-Gaze bespannt werden. Die Heuschnupfen-Vorhersage via Internet ist dabei sehr hilfreich.

Bei bestimmten Allergenen kann der Halter es mit einer Hyposensibilisierung seines Tieres versuchen. Diese ist im Gegensatz zur Sensibilisierung beim Menschen aber oft nur ein Jahr wirksam. Manchen Tieren helfen auch alternative Heilmethoden wie etwa Mittel aus der Homöopathie, der traditionellen chinesischen Medizin oder der Bioresonanz-Therapie. Diese werden von Tierheilpraktikern oder speziell geschulten Tierärzten angeboten.

Nach Spaziergängen in Wald und Flur kann das allergiegeplagte Tier auch mit wohltemperiertem Wasser abgeduscht werden, damit die mitgebrachten und unerwünschten Pollen nur möglichst kurz auf dem Fell verweilen und für Unwohlsein sorgen können.