Der Hund in der Pubertät

Spielender Hund im Park

Der Hund in der Pubertät

In welchem Alter setzt beim Hund die Pubertät ein?

Der Beginn der Hunde-Pubertät ist rassenabhängig. Spätreifende Rassen sind etwa  Rhodesian Ridgebacks oder Herdenschutzhunde. Zu den frühreifen Rassen gehören die Terrier. Allgemein lässt sich sagen, dass die „zweite sensible Phase“ eines Hundelebens nach der Welpenzeit im Alter zwischen acht und 16 Monaten stattfindet. Hirnforscher bezeichnen diese Zeit als „zweite Geburt“. Die Hunde lernen jetzt schneller und „tiefer", das Gelernte wird nun besser abgespeichert.

Welche Baustellen entstehen dabei im Hundehirn?

Das neuronale Netz, das heißt Struktur und Informationsarchitektur von Gehirn und Nervensystem, verdichtet sich. Oft gebrauchte Nervenbahnen werden verstärkt. Alle Bereiche gehen in einen kompletten Umbau. Die Hunde werden eigenständiger, selbstbewusster und eigenwilliger. Der vordere Stirnlappen, der zuständig für die Abwägung von Impulsen ist, geht als letzter Bereich in den Umbau. Die „Impulskontrolle“ ist in dieser Zeit des Umbruchs besonders schwer für den Vierbeiner. Beispielsweise auf das Kommando für das Aussteigen aus dem Auto zu warten und nicht heraus zu hüpfen, sobald die Tür sich öffnet. Oder ein Leckerli nicht gierig aus der Hand zu reißen, sondern erst einmal abzuwarten, was für den begehrten Bissen eventuell getan werden muss.

Welche Verhaltensweisen charakterisieren diesen neuen Lebensabschnitt?

Unsere Hunde werden eigenwilliger, unzugänglicher und zugleich mutiger. Sie erweitern auch gern ihren Aktionsradius. Manch bislang „pflegeleichter“ Vierbeiner bereitet häufiger Probleme, so etablieren sich etwa Aggressionen an der Leine in diesem Zeitraum. Die Hunde schwanken zwischen Unsicherheit und Imponiergehabe - selten wird diese Zeit von Haltern als schön bezeichnet.

Wie kann der Halter den Marotten der Sturm- und Drangzeit begegnen?

Ruhe und Ausgeglichenheit – daran mangelt es zweitweise bei einem pubertierenden Hund. Diese Eigenschaften muss nun der Halter verstärkt zeigen, um dem Hund den Umbau seines Gehirns zu erleichtern und ihn während dieser Zeit zu stärken.Konsequenz beim Abfordern von bislang Erlerntem und beim Etablieren von Neuem ist vonnöten. Der Mensch sollte möglichst sensibel auf die Stimmungsschwankungen  seines Hundes reagieren und diese möglichst rechtzeitig erkennen,  um ein eventuelles Fehlverhalten des Vierbeiners gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Hunde in der Pubertät
Pubertierender Hund

Was ist im Sinne der Vierbeiner zu beachten?

Die erste Läufigkeit bei Hündinnen kann für Hund und Halter sehr aufregend sein. Hormonelle Schwankungen gehören dazu, die übrigens auch bei Rüden auftreten können: Sie beginnen jetzt mit dem typischem Rüdenverhalten. Markieren, Pöbeln, Raufen - das ist jetzt angesagt und wird mit viel Engagement betrieben. Haben Sie einerseits Verständnis für Ihren vierbeinigen Freund, lassen Sie sich andererseits aber bitte nicht auf der Nase herumtanzen!

Wann gilt die Pubertäts-Phase als abgeschlossen und der Hund als „erwachsen“?

Auch das ist rassenabhängig. Im Schnitt lässt sich sagen, dass Hunde mit circa zweieinhalb bis drei Jahren als erwachsen gelten. Jetzt wissen sie genau, was sie tun, was sie wollen und wer sie sind. Es wird weniger gespielt und die Vierbeiner werden etwas ruhiger. Sie sind auf der Höhe ihrer Zeit und genießen gemeinsam mit ihren Halter das Leben.

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