Anspringen tabu!

Anspringen bei Hunden

Anspringen tabu!

In den meisten Fällen zeigen Hunde mit dem Anspringen ihre überschwängliche Freude. Doch gerade bei größeren Vierbeinern kann diese Sympathiebekundung ausgesprochen lästig sein und nicht jeder Besucher eines Hundehaushalts freut sich über den temperamentvollen Empfang. Mit diesen Tipps können Sie es schaffen, dass Ihre geliebte Fellnase trotz Gefühlsausbruch auf dem Teppich bleibt.

Es gibt drei verschiedene Formen des Anspringens: das begrenzende Anspringen, bei dem der Hund eine Person nicht an ihm vorbeilassen will, das fordernde Anspringen, das meist beim Spiel zu beobachten ist, und die freudige Sympathiebekundung. Letztere kennen wohl fast alle Hundehalter: Wenn Herrchen und Frauchen nach Hause kommen, kennt der Vierbeiner meist kein Halten mehr. Der Ursprung dieses Verhaltens ist evolutionär bedingt. Wenn Hunde sich untereinander begrüßen oder ein im Rudel höher gestelltes Mitglied besänftigen, tun sie dies durch Lecken der Lefzen. Entsprechend möchte ein Hund, der sich freut oder gut Wetter bei seinem Besitzer machen möchte, diesem am Mund lecken. Und das geht nur, wenn er am Objekt seiner Wünsche hochspringt.

Währet den Anfängen…

Ein Welpe, der zur Begrüßung freudig am Menschen hochspringt, lässt fast jedem Zweibeiner das Herz höher schlagen. Entsprechend reagieren Hundehalter meist mit einer Sympathiebekundung und hundertprozentiger Aufmerksamkeit auf dieses Verhalten. Ist Bello ausgewachsen, sieht die Sache dann meist anders aus.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, hilft bei Welpen nur eins - absolute Ignoranz. Behandeln Sie Ihren kleinen Racker, solange er an Ihnen hochhüpft, als wäre er Luft. Das heißt: keinen Blickkontakt, keine bestätigenden Worte, kein Tätscheln oder Wegschubsen - und wenn es noch so schwerfällt! Schenken Sie ihm Ihre Freude und Aufmerksamkeit erst, wenn er sich entspannt und auf dem Teppich bleibt. Üben Sie diesen Ablauf unbedingt auch mit eingeweihten Freunden und Bekannten, die zu Besuch kommen. Fördern Sie positives, entspanntes Verhalten Ihres Hundes mit einer Streicheleinheit. So wird Ihr Vierbeiner in kürzester Zeit verinnerlichen, dass er durch Anspringen nichts erreicht und dieses Verhalten ablegen.

Hund erziehen

Richtiges Verhalten gegenüber einem erwachsenen Hund

Bei einem ausgewachsenen Vierbeiner wird Ignoranz meist nicht mehr helfen. Vielfach wird empfohlen, sich wegzudrehen und das aufdringliche Tier abzuweisen. Leider kann diese Reaktion einen gegenteiligen Effekt haben, denn es entsteht eine Spirale: Der Hund fühlt sich abgewiesen und möchte erst recht seine Sympathie bekunden oder aber er fühlt sich zum Spiel aufgefordert. Somit verstärkt sich sein Verhalten. Empfehlenswert ist das Erlernen eines klaren Tabusignals, das als Verhaltensunterbrechung in dieser, aber auch in vielen anderen Situationen eingesetzt werden kann.

Schnell reagieren: das Tabu

Das Tabu ist eine Verhaltensunterbrechung. Immer, wenn Ihr Hund beginnt, eine unerwünschte Handlung zu zeigen, wird diese durch das Tabu-Wort unterbrochen, noch bevor der Vierbeiner die Handlung durchführen kann. Wenn Ihr Hund etwa ein Leckerli  fressen möchte, kommt das Tabu-Wort, noch bevor er wirklich zuschnappen kann. Welches Wort Sie dafür auswählen bleibt Ihnen überlassen. Es kann ein „Nein“, ein „Pfui“ oder ein anderes Wort sein. Sinn und Zweck dieses Hörzeichens ist es, dass Sie ein Verhalten Ihres Hundes, das Sie absolut nicht haben möchten, rechtzeitig unterbrechen können.

Hunde Hochspringen

Das Erlernen eines Tabusignals

Ein Tabu sollte immer schnell, sofort und mit eindeutiger Aussage vermittelt werden. Die wichtigste Regel beim Erlernen des Tabus ist: Ein NEIN steht nie allein. Das heißt, dem Hund muss nach ausgesprochenem Tabu immer ein Alternativverhalten angeboten werden. Trainiert wird das Tabusignal zunächst in einer ruhigen, entspannten Situation. Ihr Hund sitzt angeleint vor Ihnen. Legen Sie ihm ein Leckerli auf den Boden und fordern Sie ihn auf, dieses zu fressen. Wiederholen Sie diesen Ablauf mehrmals. Im zweiten Schritt legen Sie ihm das Futter hin und lassen die verbale Aufforderung zum Fressen weg. Mit größter  Wahrscheinlichkeit wird Ihr Vierbeiner sich trotzdem freudig auf den begehrten Happen stürzen wollen. Reagieren Sie jetzt mit einem klaren akustischen Tabusignal wie „Nein“, gekoppelt mit einer dynamischen Handbewegung zwischen Hund und Futter.

Sobald Ihr Hund von seinem Vorhaben ablässt und Sie stattdessen fragend anschaut, strahlen Sie ihn an. Fordern Sie ihn nun mit einem munteren „Nimm“ gezielt zum Fressen auf. Diese Übung wiederholen Sie an verschiedenen Orten und in verschiedenen Situationen. Wird das Tabusignal konsequent trainiert und umgesetzt, kann es innerhalb kürzester Zeit erfolgreich auch bei freudigen Begrüßungszeremonien eingesetzt werden.

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