Futter für Süßwasserfische

Fischfutter schmecken Karpfen und weiteren Fischen

Aufs Maul geschaut

Die Form, Größe und Stellung des Fischmauls ist entscheidend für die Wahl der richtigen Futterform. Ein kurzer Einblick in die Mundart unter Wasser. Wo und in welcher Form ein Fisch seine Nahrung aufzunehmen pflegt, kann man ihm vom Mund ablesen. Im Wesentlichen gibt es drei unterschiedliche Gruppen:

Fische mit oberständigem Maul

Bei diesen Fischen ist das Maul schräg nach oben gerichtet, wie etwa bei Hechtlingen oder Schmetterlingsfischen. Ihre Rückenlinie ist gerade. Sie sind an den Nahrungserwerb an der Wasseroberfläche angepasst. Fische dieser Gruppe benötigen ein Futter, das auf der Oberfläche schwimmt, also ein Flocken- oder Granulatfutter. Dieses gibt es je nach Maulgröße in unterschiedlichen Flockengrößen. In der Natur fressen Oberflächenfische viele Insekten, die aufs Wasser fallen. Naturbelassene Futterorganismen sind bei dieser Gruppe entsprechend ebenfalls sehr beliebt.

Futter für Zierfische

Fische mit endständigem Maul

Bei dieser Gruppe sitzt das Maul waagerecht nach vorn ausgerichtet. Zu ihnen zählen unter anderem Salmer und Barben. Ihr Körper ist meist gleichmäßig nach oben und unten gewölbt. Solche Fische leben und fressen in mittleren Wasserschichten. Sie freuen sich über den Teil der Futterflocken und Granulatstücke, der nach einiger Zeit von der Oberfläche nach unten sinkt. Den Hauptteil ihrer Nahrung nehmen sie jedoch über Futtertabletten auf, die an der Innenseite der Aquarienscheibe befestigt werden.

Fische mit unterständigem Maul

Diese Typen haben ein, meist mit Barteln besetztes, nach unten gerichtetes Maul an einem nach oben gewölbten Körper mit relativ gerader Bauchlinie. In diese Gruppe fallen zum Beispiel Panzerwelse und Schmerlen. Diese flossigen Vertreter suchen Ihre Nahrung auf dem Boden, den sie mit ihren Barteln nach Fressbarem durchstöbern. Entsprechend werden sie am besten mit Fischfuttertabletten versorgt, die auf den Boden sinken. Ebenfalls auf dem Speiseplan stehen die Granulatstücke, die ihren Weg bis ganz nach unten gefunden haben.

Granulat auf allen Ebenen

Bei Fischen, die Nahrung in Brockenform bevorzugen, kommt Granulatfutter zum Einsatz. Bei dieser Futterform  treibt ein Teil an der Oberfläche und versorgt die Oberflächenfische.  Andere Teile sinken langsam oder schnell zu Boden, so dass auch Bewohner der mittleren Wasserschicht und des Bodens gut davon haben. Granulatfutter haben im Allgemeinen einen deutlich konzentrierteren Nährstoffgehalt und sind somit meist ökonomischer als Flockenfutter.

Aufwuchsfresser

Buntbarsche erfreuen sich großer Beliebtheit. Einige afrikanische Vertreter, wie die Tropheus-Arten, stellen als so genannte Aufwuchsfresser ganz besondere Ansprüche an ihre Futtergestaltung. Mit ihrem dafür ausgeprägten Kauapparat raspeln diese Fische in der Natur Algenrasen ab. Entsprechend empfindlich reagieren sie auf tierisches Protein. Für sie gibt es spezielle Sticks, die zu über 90 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen bestehen.

Futter für verschiedene Fischarten

Harnischwelse

Als Algenputzer sind sie bei Aquarianern sehr beliebt. Was häufig vergessen wird: In der Natur raspeln diese Fische sehr viele in ihrem Lebensraum vorkommende Holzstücke ab. Dabei nehmen sie eine erhebliche Menge an Holzfasern zu sich, die sie dringend für die Funktion ihres Verdauungssystems benötigen.  Dringend erforderlich ist daher ein Futter, das neben überwiegend pflanzlichen Rohstoffen auch spezielle Holzfasern enthält. Ein solches Futter gibt es etwa in Form harter Chips, die zu Boden sinken und dort gemütlich aufgeraspelt werden können. Achtung: Nicht alle Harnischwelse sind Pflanzen- und Faserfresser. Der beliebte Zebraharnischwelz ist zum Beispiel ein Kleintierfresser.

Diskusfische

Auch der König der Aquarienfische hat ganz besondere Ansprüche. Er bevorzugt ein im Wasser langsam absinkendes Spezialgranulat, dessen Darreichungsform auf die besonderen Fressgewohnheiten „seiner Majestät“ abgestimmt ist.

Wassermolch im Aquarium

Faszinierende

Lächelmolche

Sie sehen aus wie freundliche Aliens. Axolotl sind seltene Molche aus Mexiko, die sich im Aquarium halten lassen.
Weißpünktchen Krankheit bei Fischen

Weißpünktchenkrankheit

Die Weißpünktchen-Krankheit gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Zierfischen im Aquarium.

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