Meerwasseraquarium Zubehör

Einstieg in die Meerwasseraquaristik Fisch

Filter im Meerwasserbecken

Einen Großteil der Filterung in einem Meerwasseraquarium übernehmen Organismen im Lebendgestein. Unterstützt werden kann dieser Prozess durch den Einsatz eines Eiweißabschäumers.

In der Natur sind Bakterien (Nitrobacter und Nitrosomonas), die in Kalkstein leben,  für den Abbau anorganischer Bestandteile verantwortlich. Diese Bakterien lassen sich auch in einem Aquarium mit ausreichender Wasserströmung sehr gut ansiedeln. Voraussetzung ist spezielles Siedlungssubstrat, wie etwa lebendes Riffgestein. Lebende Steine und Korallen haben den großen Vorteil, dass sie eine erhebliche Anzahl abbauender Organismen enthalten. Zu ihnen zählen Nitrosomonas-Bakterien, die Ammonium und Ammoniak, Stoffe die beim Zerfall von Eiweißsubstanzen entstehen, in Nitrit verwandeln. Das Nitrit wird von den Nitrobacter-Bakterien aufgenommen und in ungiftiges Nitrat umgewandelt, welches schließlich von den lebenden Steinen aufgenommen wird.

Wichtig: Sind Ammonium- und Nitritgehalt zu hoch, erfolgt die Umwandlung durch die Bakterien nicht in ausreichendem Maße. Regelmäßige Wasserkontrollen sind daher unabdingbar. Sind die Werte zu hoch, lässt ich dies durch Zusetzen eines „halophilen“ (salzfreundlichen) Bakterienpräparates ausgleichen.

Aquarium Kalkreaktor

Eiweißabschäumer

Eiweiß ist der Ausgangsstoff für die Entstehung giftiger Substanzen wie Ammoniak oder Nitrit. Ein Eiweißabschäumer ist ein physikalischer Filter, der organische Abfallstoffe in Form von Schaum aussondert. Die Eiweißabschäumung gelingt, da die elektrisch geladenen Eiweißmoleküle an Luftblasen haften bleiben.

Im Kontaktrohr des Abschäumers wird eine besonders kräftige Schaumbildung erzeugt. Dieser Schaum besteht aus zwei unterschiedlich aussehenden Formen: Der harmlose Normalschaum, der aus kleinen, gleich großen und sich schnell auflösenden Blasen besteht, lagert sich zuunterst ab. Oberhalb des Normalschaums bildet sich der bräunliche Eiweißschaum mit verschieden großen Luftblasen. In ihm sind die Stoffe enthalten, die aus dem Korallenriff-Aquarium entfernt werden müssen.

Neben diesen beiden Arten der Filterung gibt es noch zusätzliche Filtermöglichkeiten. Ein Aktiv-Kohle-Filter etwa nimmt die von den Bakterienkulturen erzeugten Farbstoffe im Wasser auf. Da dabei auch Mineralien und Spurenelemente aus dem Wasser gefiltert werden, muss die Kohlemenge im richtigen Verhältnis zur Beckengröße gewählt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines mechanischen Filters. Optimaler Weise wird der mechanische Filter der Strömungspumpe vorgelagert. Das Wasser, dass die Pumpen ansaugen, fließt so durch das Filtermaterial, in dem die Schadstoffe und Schwebstoffe aus dem Becken gesammelt werden. Um die Schadstoffe endgültig aus dem Becken zu entfernen, ist die regelmäßige Reinigung des Filters (etwa alle zwei bis drei Tage) und der Austausch der Filtermaterialien erforderlich. In Meerwasserbecken hat sich ein separates Technikbecken, etwa im Unterschrank, für die Unterbringung technischer Geräte wie Heizung, Kalkreaktoren, Abschäumer oder Kohlepatrone bewährt.

Seewasseraquarium beliebte Fische

Der Kalkreaktor

Steinkorallen und Muscheln benötigen viel Kalzium für den Skelettaufbau.  Der Kalkreaktor dient der Versorgung von Meerwasseraquarien mit den nötigen Mineralien. Kleinpolypige Steinkorallen sind die maßgeblich am Riffaufbau beteiligten Lebewesen. Für den Aufbau verwenden sie verschiedene Spurenelemente und Makroelemente aus dem Wasser und binden diese in ein festes Kalkskelett ein, auf dem sie dann weiter wachsen können. Um die lebenden Korallen mit allen notwendigen Elementen zu versorgen, werden im Kalkreaktor die Skelette abgestorbener Korallen aufbereitet und so für die lebenden Korallen wieder verwertbar gemacht.

Wie funktioniert ein Kalkreaktor?

In einer geschlossenen Reaktionskammer werden Bruchstücke von Korallenskeletten durch Senkung des pH-Wertes mittels CO2-Zugabe gelöst. Aus dem Aquarium wird diese Reaktionskammer tröpfchenweise mit Wasser gespeist und durch eine interne Umwälzung mit dem zugeführten CO2 vermischt und gesäuert. Das wieder austretende Wasser ist mit den gelösten Ionen der vorher gebunden Elemente angereichert und tropft zurück ins Aquarium.

Fisch Meerwasseraquaristik

Einstieg in die

Meerwasseraquaristik

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Wasserwerte im Meerwasseraquarium

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